DRSC veröffentlicht E-DRÄS 12 zur Änderung des DRS 20

Das Deutsche Rechnungslegungs Standards Committee e.V. (DRSC) hat heute auf seiner Website den Entwurf eines Deutschen Rechnungslegungs Änderungsstandard Nr. 12 (E-DRÄS 12) veröffentlicht. E-DRÄS 12 schlägt Änderungen am Deutschen Rechnungslegungs Standard Nr. 20 Konzernlagebericht vor.

Anlass der vorgeschlagenen Änderungen ist das Gesetz zur Ergänzung und Änderung der Regelungen für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst (sog.  FüPoG II). Dieses Gesetz bezweckt, den Anteil von Frauen in Führungspositionen zu erhöhen. Aus der Perspektive der Unternehmensberichterstattung betrifft dies u.a. den materiellen Inhalt der (Konzern-)Erklärung zur Unternehmensführung. So kann es in bestimmten Fällen erforderlich sein, die Zielgröße Null zu begründen. Bestimmte Unternehmen müssen nunmehr darüber eine Aussage treffen, ob mindestens eine Frau und mindestens ein Mann zu Mitgliedern des Vorstands bestellt wurden. Das DRSC beabsichtigt, DRS 20 insoweit an die veränderte Rechtslage anzupassen.

E-DRÄS 12 enthält darüber hinaus den Vorschlag, einen Hinweises auf die EU-Taxonomie-VO in DRS 20 aufzunehmen. Bestimmte Unternehmen, die eine nichtfinanzielle Erklärung bzw. Konzernerklärung abzugeben haben, haben in diese ab Januar 2022 u.a. sogenannte Taxonomie-Quoten gem. Art. 8 dieser Verordnung aufzunehmen.

Bis zum 4. Februar 2022 nimmt das DRSC Stellungnahmen zu E-DRÄS 12 entgehen.