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DPR veröffentlicht Prüfungsschwerpunkte 2018

23. November 2017

Die Deutsche Prüfstelle für Rechnungslegung e.V. (DPR) hat heute ihre Prüfungsschwerpunkte 2018 vorgestellt. Ende Oktober hat bereits die europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (ESMA) ihre Prüfungsschwerpunkte veröffentlicht, die bei der Überprüfung der 2017er Abschlüsse durch die nationalen Enforcement-Stellen kapitalmarktorientierter Unternehmen in Europa berücksichtigt werden. Bei den ersten drei der unten angeführten Prüfungsschwerpunkte handelt es sich um die ESMA-Schwerpunkte, welche die von der DPR gesetzten, nationalen Schwerpunkte (Nr. 4 und 5) ergänzen und für die Bilanzersteller von gleicher Relevanz sind wie die nationalen Prüfungsschwerpunkte.

Folgende Prüfungsschwerpunkte sind von der DPR und der ESMA festgelegt worden:

1. Anhangangaben zu den erwarteten Auswirkungen der Anwendung wesentlicher neuer Standards im Erstanwendungsjahr

2. Ausgewählte Aspekte zu Ansatz, Bewertung und Angaben nach IFRS 3 Unternehmenszusammenschlüsse

3. Ausgewählte Aspekte zu IAS 7 Kapitalflussrechnungen

4. Ansatz und Bewertung von Rückstellungen gemäß IAS 37 sowie zugehörige Anhangangaben

unter Berücksichtigung folgender Einzelaspekte:

  • Verzicht auf Ansatz wegen Unmöglichkeit einer verlässlichen Schätzung unter Beachtung der Angabepflichten (IAS 37.26 und 37.86)
  • Verzicht auf die reguläre Berichterstattung wegen Inanspruchnahme der Schutzklausel unter Beachtung der Mindestangaben (IAS 37.92)
  • Angaben zu Schätzungsunsicherheiten (IAS 37.85(b), IAS 1.125 und 1.129)
  • Gruppierung der Rückstellungen (IAS 37.87)
  • Angabe rückstellungsspezifischer Ertrags- und Aufwandsposten (IAS 1.97 und 1.98(b), (f) sowie (g))

5. Konzernlagebericht und Konzernerklärungen

  • Berichterstattung über alternative Leistungskennziffern als bedeutsamste finanzielle Leistungsindikatoren (§ 315 Abs. 1 Satz 3 HGB)
  • Darstellung potentieller Auswirkungen des Brexit auf die künftige Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns (§ 315 Abs. 1 HGB)
  • Vorhandensein der Angaben zum Diversitätskonzept im Rahmen der Konzernerklärung zur Unternehmensführung (§ 315d HGB i.V.m. § 289f Abs. 2 Nr. 6 HGB) und Vorhandensein der nichtfinanziellen Konzernerklärung (§ 315b HGB)