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Aktuelles:

JStG 2020 – Bundesrat empfiehlt Verschärfung bei den Anschaffungsnahen Herstellungskosten

17. November 2020

Roland Speidel , Senior Manager, Grundsatzabteilung Tax & Legal |
Ronald Robbi , Partner |

Modernisierungsmaßnahmen, die innerhalb von drei Jahren nach Anschaffung der Immobilie durchgeführt werden und 15 % der Anschaffungskosten übersteigen, führen zu nur langfristig über die Abschreibungen steuerwirksamen sog. anschaffungsnahen Herstellungskosten des Gebäudes.

Gelingt es jedoch mit entsprechender Vertragsgestaltung, die Modernisierung vor dem steuerlich relevanten Anschaffungszeitpunkt durchzuführen, umgeht man grundsätzlich die 15 % Grenze. Die Modernisierungskosten stellen dann nach einem BFH-Urteil aus Frühjahr 2020 sofort abzugsfähige Werbungskosten oder Betriebsausgaben dar.

Dies ist dem Bundesrat ein Dorn im Auge: Mit einer im Rahmen des Jahressteuergesetz 2020 empfohlenen Gesetzesänderung sollen alle Modernisierungsmaßnahmen erfasst werden, die nach Abschluss des notariellen Kaufvertrages getätigt werden. Der bisherige Bezug auf den Anschaffungszeitpunkt soll wegfallen. Die Neuregelung soll (erst) für alle Maßnahmen gelten, die am Tag nach Verkündung des Jahressteuergesetzes 2020 beginnen. Eine gewisse Eile wäre in betroffenen Fällen also geboten.