Aktuelles:

Aktivitäten von DRSC und IDW

04. Juli 2019

DRSC Stellungnahme zu ED/2018/2

Gegenstand von ED/2018/2 Drohverlustrückstellungen für belastende Verträge – Kosten der Vertragserfüllung des IASB von Dezember 2018 sind insbesondere Kosten, die ein Unternehmen bei der Beurteilung, ob ein belastender Vertrag vorliegt, als Kosten für die Erfüllung eines Vertrages aufnehmen sollte. Der IASB schlägt vor, sämtliche Kosten, die unmittelbar mit dem Vertrag zusammenhängen, zu berücksichtigen.

Das Deutsche Rechnungslegung Standards Committee e. V. (DRSC) begrüßt die Klarstellung für ein einheitlicheres Verständnis des Begriffs „Kosten der Vertragserfüllung“. Ebenso stimmt das DRSC zu, nicht nur auf die inkrementellen Kosten, sondern auf sämtliche sich auf den Vertrag beziehenden Kosten abzustellen. Aus Sicht des DRSC bedarf der Begriff „Kosten, die sich direkt auf den Vertrag beziehen“ einer weiteren Präzision in Form der Anpassung der vorgeschlagenen Beispiele sowie der Basis for Conclusions.

DRSC Stellungnahme zu vorläufigen Agenda-Entscheidungen des IFRS IC (März 2019)

Das IFRS IC hat in seiner März Sitzung vier vorläufige Agenda Decisions getroffen. Diese betrafen gehaltene Kryptowährungen, IFRS 15, IFRS 16 und IAS 19 (siehe Kapitel 4.7 dieses Bulletin). Das DRSC stimmte am 15. Mai 2019 fast allen (vorläufigen) Entscheidungen zu. Ausgenommen ist eine Entscheidung zu den gehaltenen Kryptowährungen und eine zu IAS 19.

  • Gehaltene Kryptowährungen: In seiner (vorläufigen) Entscheidung definierte das IFRS IC Kryptowährungen als immaterielle Vermögenswerte. Folglich gelten für bilanzierungsrelevante Sachverhalte die Standards IAS 38 oder IAS 2 (sofern zur Veräußerung gehalten). Das DRSC kritisiert im Wesentlichen Kryptowährungen nicht nur auf einen Typ zu beschränken. Demnach eignen sich nach Ansicht des DRSC  einige als liquide Mittel und werden als Zahlungsmittel akzeptiert (Finanzinstrument).
  • IAS 19: Ein zusätzlicher Kritikpunkt betraf die Darlegung des IFRS IC, inwieweit ein potenzieller Abschlag, unter Berücksichtigung des Verhältnisses von Planvermögen zu Planverbindlichkeiten, sich auf die Klassifizierung eines Pensionsplans auswirkt. Nach Auffassung des DRSC sollte die Bewertung eines Plans auf Grundlage aller Faktoren erfolgen und nicht nur auf einem Merkmal basieren. Das DRSC schlägt aufgrund der Komplexität der Definition der Pläne vor, die bestehenden Definitionen zu dem Planvermögen und Planverbindlichkeiten zu überarbeiten.

DRSC-Stellungnahme zu ED/2019/1

Bezugnehmend auf ED/2019/1 des IASB vom 03. Mai 2019, der Änderungen an IFRS 9 und IAS 39 aufgrund der kommenden IBOR-Reform vorsieht, unterstützt das DRSC grundsätzlich die vorgeschlagenen Änderungen.

Lediglich bezüglich der Ausweitung der Angabepflichten äußert das DRSC bedenken. Laut IASB sollen Unternehmen angeben, welche Auswirkungen die Änderungen auf ihre Sicherungsbeziehungen hätten. Zusätzliche Angaben seien zwar notwendig, das DRSC zweifelt aber an, dass das Ausmaß im Verhältnis zu den Kosten und Vorteilen steht. Die Offenlegungspflichten nach IFRS 7 sollten verhältnismäßig bleiben, d.h. die Informationen sich darauf konzentrieren, inwieweit ein Unternehmen von der Reform betroffen ist. Diese Anforderung wird laut DRSC bereits durch die Pflichten nach IFRS 7 erfüllt. Zusätzlich verweist das DRSC auf die Kurzfristigkeit der Angabepflichten aufgrund des vorgeschlagenen Gültigkeitsdatums.