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Sondernewsletter: Frauenquote

01. Juli 2015

Editorial

Sehr geehrte Damen und Herren,

am 30. April 2015 wurde das Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst im Bundesgesetzblatt (BGBl. I 2015 Nr. 17 S. 642) verkündet. Wesentliche Teile sind bereits am 1. Mai 2015 in Kraft getreten. 
Ein maßgeblicher Regelungsinhalt ist die Vorgabe eines Frauenanteils von 
30 Prozent als Mindestgröße

  • im Aufsichts- bzw. Verwaltungsrat,
  • im Vorstand bzw. in der Geschäftsführung und
  • in den beiden Führungsebenen unterhalb des Leitungsorgans.

Von dieser Regelung sind rd. 3.500 mitbestimmungspflichtige und/oder börsennotierte Unternehmen der Privatwirtschaft betroffen, darunter auch viele Banken und Versicherungen.

In Aufsichtsrats- bzw. Vorstandssitzungen müssen die Beschlüsse über selbstbestimmte Zielgrößen innerhalb der ersten Umsetzungsfrist bis zum 
30. September 2015 gefasst werden. Damit die Umsetzung verantwortungsvoll stattfindet, wird auf Transparenz der Zielsetzung und Zielerfüllung nach dem Prinzip „Comply or Explain“ gesetzt.

Die Pflichten der Beschlussfassung sowie der späteren Berichterstattung gelten auch dann, wenn Aufsichtsrat und Vorstand keine oder nur eine teilweise Erhöhung des Frauenanteils planen sollten. Es besteht also ein akuter Handlungsbedarf in den betroffenen Unternehmen!

Unsere Fachmitarbeiter der Grundsatzabteilung Wirtschaftsprüfung stehen Ihnen gerne für weitere Auskünfte zur Verfügung und beraten Sie natürlich gerne in allen weiteren Fragen zur nationalen und internationalen Rechnungslegung mit Bedeutung für Ihr Unternehmen.


Mit freundlichen Grüßen

Ihre Andrea Bruckner

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Inhaltsverzeichnis

Einleitung
Akuter Handlungsbedarf
Hinweise zur Umsetzung der gesetzlichen Vorgaben
Sanktionen bei Nichterfüllung