COVID-19:

Corona-Krise: Bilanzielle Abbildung von Unterstützungs- und Sanierungsmaßnahmen

01. April 2020

Das Corona-Virus hat bereits erhebliche Auswirkungen auf die Weltwirtschaft und auch auf die deutsche Konjunktur genommen. Die Erfolgs- und Liquiditätslage zahlreicher Unternehmen unterschiedlicher Größen, Rechtsformen und Branchen hat sich binnen kürzester Zeit infolge der Auswirkungen der Corona-Pandemie sowie der getroffenen Maßnahmen zu deren Eindämmung verschlechtert. Es besteht die Gefahr, dass selbst Unternehmen, die vor Ausbruch der Krankheit noch „vital“ waren, in Schieflage geraten.

UNTERSTÜTZUNGSMAßNAHMEN DER BUNDES- UND LANDESREGIERUNGEN
Die Bundesregierung und mehrere Landesregierungen haben „Hilfspakete“ für Unternehmen und deren Beschäftigte beschlossen. Die einzelnen Maßnahmen sind vielfältig, sie reichen von Soforthilfen in Form von nicht rückzahlbaren Zuschüssen über staatliche Garantien im Rahmen der Fremdfinanzierung, direkte staatliche Beteiligungen bis zu Kreditprogrammen mit verminderter Verzinsung und vereinfachter Risikoprüfung. Außerdem wurden Erleichterungen für die Beantragung von Kurzarbeitergeld beschlossen sowie zahlreiche Maßnahmen eingeleitet, die eine zeitlich verzögerte Steuerzahlung ermöglichen.

SANIERUNGSMAßNAHMEN UNTER EINBINDUNG DER GESELLSCHAFTER UND GLÄUBIGER
Zur Bewältigung der Krise werden viele Unternehmen den Erfolg staatlicher Unterstützungsmaßnahmen durch Sanierungsmaßnahmen flankieren.
Die betriebswirtschaftlichen Maßnahmen zur Liquiditätsverbesserung reichen von der Kürzung geplanter Investitionen, Veräußerung nicht betriebsnotwendigen Vermögens und Vereinbarung von verlängerten Zahlungszielen bis hin zu strukturierten Finanzierungstransaktionen (z.B. Sale-and-Lease-back-Vereinbarungen oder (ggf. Reverse-)Factoring). Mit Darlehensgläubigern kann u.U. durch die Stundung von Zins und Tilgung oder gar eine Umschuldung eine Verbesserung der Liquiditätslage erreicht werden. Einer drohenden Überschuldung kann zudem durch Forderungsverzicht, Rangrücktritt, Verlustübernahme, Werthaltigkeitsgarantien, Bürgschaften, Schuldbeitritten oder auch Patronatserklärungen begegnet werden. Außerdem können in bestimmten Situationen Kapitalerhöhungen oder auch Kapitalherabsetzungen Abhilfe schaffen. Auch Zuzahlungen bzw. Zuschüsse von Gesellschaftern können in Betracht kommen.

UNTERSTÜTZUNG DURCH BDO
Die Inanspruchnahme staatlicher Unterstützungsmaßnahmen und die Durchführung von Sanierungsmaßnahmen werfen ebenso wie die direkten Folgen der Corona-Pandemie Bilanzierungsfragen auf. Mit der Anwendung der durch Gesetz oder Standard diesbezüglich vorgesehenen Regelungen sind viele vor Ausbruch der Corona-Pandemie erfolgreiche Unternehmen nicht vertraut. Unsere Experten können Ihnen nicht nur behilflich sein, Ihre Jahresabschlüsse sowie ggf. Konzernabschlüsse (HGB/IFRS) rechtssicher aufzustellen, sondern Sie zur Vermeidung von „Überraschungen“ bereits frühzeitig bei Ihrer betriebswirtschaftlichen Analyse geeigneter Maßnahmen zu deren bilanziellen Auswirkungen auf die Finanzberichterstattung beraten.

Wir stehen in dauerhaft engem Kontakt zu den nationalen und internationalen Standardsettern und halten Sie über die relevanten Entwicklungen im Bereich der Rechnungslegung informiert. Sprechen Sie uns gerne an: Unsere erfahrenen Experten der Accounting Advisory Group stehen Ihnen jederzeit zur Verfügung.

 

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