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Aktuelles:

Auswirkung der neuen HEUBECK-Richttafeln 2018 G

24. Juli 2018

Die Heubeck AG, Köln, hat am 20. Juli 2018 neue Richttafeln für die Pensionsversicherung veröffentlicht (HEUBECK-RICHTTAFELN 2018 G).

Berücksichtigung finden neben dem unverändert beobachteten Trend der Verlängerung der Lebenserwartung erstmalig auch sozioökonomische Faktoren. Auswertungen für die gesetzliche Rentenversicherung haben nämlich gezeigt, dass ein statistisch nachweisbarer Zusammenhang zwischen der Lebenserwartung und der Höhe der gezahlten Rente besteht. Dies wird in den neuen HEUBECK-RICHTTAFELN durch einen pauschalen Abschlag auf die Sterbewahrscheinlichkeiten berücksichtigt. Weitere Änderungen betreffen die Invalidisierungswahrscheinlichkeiten aufgrund des nachhaltig erwiesenen Rückgangs im Altersbereich ab 58 Jahren und die versicherungsmathematischen Grundwerte, bei denen neben den für Frauen und Männer ermittelten Daten erstmals auch geschlechtsunabhängige Werte („Unisex“) veröffentlicht wurden.

Betroffen sind alle Unternehmen, die in ihren Bilanzen Pensionsrückstellungen bilden, sowie Einrichtungen der betrieblichen Altersversorgung. Insgesamt wird ein moderater Anstieg der Pensionsrückstellungen erwartet. Der Einmaleffekt liegt in der Größenordnung zwischen 0,8 % bis 1,5 % (Steuerbilanz) bzw. 1,5 % bis 2,5 % (handelsrechtliche und internationale Rechnungslegungsgrundsätze).

Die Heubeck AG erwartet, dass das Bundesfinanzministerium die neuen HEUBECK-RICHTTAFELN für die steuerliche Bewertung von Pensionsverpflichtungen anerkennen und hierzu noch vor der nächsten Bilanzsaison ein entsprechendes BMF-Schreiben veröffentlichen wird. In der Steuerbilanz ist der Anpassungsaufwand über drei Jahre zu verteilen, während er in der Handelsbilanz sofort zu erfassen ist.