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Aktuelles:

Aktivitäten auf europäischer Ebene

11. April 2019

EFRAG Übernahmeempfehlung zu Änderungen an IFRS 3

Am 22. Oktober 2018 hatte der IASB Änderungen an IFRS 3 herausgegeben. Inhalt der Änderungen betrifft, die in der Praxis teils ermessensbehaftete Abgrenzung eines Geschäftsbetriebs (business). Die Neudefinition in IFRS 3 stellt klar, dass ein business eine Gruppe von Tätigkeiten und Vermögenswerten umfasst, die mindestens einen Ressourceneinsatz (Input) und einen substanziellen Prozess beinhalten, die dann zusammen signifikant zur Fähigkeit beitragen, Leistungen (Output) zu produzieren.

Die EFRAG (European Financial Reporting Advisory Group) hat in Bezug auf die Änderungen am 28. März 2019 eine Übernahmeempfehlung ausgesprochen.

EFRAG Stellungnahme zu DP/2018/1

Zum Diskussionspapier DP/2018/1 (Finanzinstrumente mit Eigenschaften von Eigenkapital) hat die EFRAG im Februar 2019 eine endgültige Stellungnahme abgegeben.

Die EFRAG begrüßt die Bemühungen des IASB, die identifizierten Herausforderungen durch die Entwicklung von Vorschlägen für die Klassifizierung, Darstellung und Offenlegung anzugehen. Den bevorzugten Ansatz des IASB zur Klassifizierung unterstützt die EFRAG nicht, kritisiert auch einzelne Punkte der Präsentation und Offenlegung und schlägt stattdessen vor, sich auf die gezielte Verbesserung der derzeitigen Anforderungen des IAS 32 und anderer Standards zu konzentrieren.

EFRAG Stellungnahme zu Änderungen an IAS 1 und IAS 8

Am 31. Oktober 2018 hatte der IASB Änderungen an IAS 1 und IAS 8 – Definition of Material – herausgegeben.

Ziel ist eine Vereinheitlichung der Definition von Wesentlichkeit in den IFRS sowie Rahmenkonzept. Die Änderungen sind für Berichtsperioden anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2020 beginnen (eine EU-Übernahme vorausgesetzt). Die EFRAG hat am 20. Februar 2019 eine Übernahmeempfehlung in Bezug auf die Änderungen an IAS 1 und IAS 8 herausgegeben.

EFRAG-Entwurf einer Stellungnahme zu den Änderungen an IAS 37

Die EFRAG hat in Bezug auf den Entwurf des IASB ED/2018/2 (Kosten für die Erfüllung eines Vertrages (vorgeschlagene Änderungen an IAS 37)) am 25. Januar 2019 einen Entwurf einer Stellungnahme veröffentlicht. Ursprung war eine Anfrage an das IFRS IC, in der es aufgefordert wurde, die Bedeutung von "unvermeidbaren Kosten der Erfüllung der Verpflichtung" für die Verträge zu klären, die zuvor im Rahmen von IAS 11 und nun im Rahmen von IFRS 15 lagen.

EFRAG begrüßt das Vorgehen des IASB IAS 37 klarzustellen, da bislang in der Praxis Unklarheit besteht, welche Kostenansätze sachgerecht sind (incremental cost approach und directly cost approach). EFRAG bewertet den Ansatz des ED daher positiv den directly cost approach zu wählen, da dieser eine genauere Darstellung der Kosten für die Erfüllung eines Auftrags liefere.

Zwar ist EFRAG der Ansicht, dass die Vorschläge zu relevanteren Informationen für die Abschlussadressaten führen werden, indem sie Leitlinien bereitstellen, die nach der Rücknahme von IAS 11 aus den IFRS-Standards entfernt wurden. Jedoch stellt EFRAG auch fest, dass der Anwendungsbereich des ED/2018/2 nicht nur auf drohende Verluste bei langfristigen Fertigungsaufträgen (IAS 11 bzw. IFRS 15) haben werde, sondern auch generell alle Verträge, die in den Anwendungsbereich von IAS 37 fallen.