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Aktuelles:

Aktivitäten von DRSC und IDW

11. April 2019

IDW Stellungnahme zu DP/2018/1

Ziel des Diskussionspapiers Financial Instruments with Characteristics of Equity (DP/2018/1) des IASB ist die Behebung bestehender Zweifelsfragen bei der Unterscheidung von Fremd- und Eigenkapital. Das Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) hat am 7. Januar 2019 seine Stellungnahme zum Diskussionspapier abgegeben. Das IDW begrüßt die Bemühungen des IASB das komplexe Thema anzugehen, da es aktuell keine klare konzeptionelle Grundlage gibt.

Das IDW kritisiert die im DP/2018/1 gegebenen Leitlinien und hinterfragt, ob diese zur Lösung der praktischen und konzeptionellen Fragen hilfreich sind. Nach Ansicht des IDW gebe es (nur) zwei „vernünftige“ (reasonable) Ansätze zur Klärung der aktuellen Anwendungsfragen zu IAS 32:

  • Entwicklung eines völlig neuen und umfassenden Ansatzes zur Unterscheidung von (finanziellen) Verbindlichkeiten vom Eigenkapital - anwendbar auf alle ausgegebenen Finanzinstrumente, ohne wesentliche Ausnahmen; oder
  • Fokussierung auf die Lösung der bestehenden praktischen Fragen im Rahmen der Leitlinien in IAS 32, d.h. Entwicklung neuer Anforderungen an (eingebettete) Derivate auf das Eigenkapital, da sie in der Praxis die anspruchsvollsten Finanzinstrumente sind (ein Mittel zur Vermeidung von Strukturierungsmöglichkeiten wäre lt. IDW alle solche Derivate erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten, ergänzt um Anhangangaben).

Der im DP/2018/1 vorgeschlagene Ansatz sei aber nach Ansicht des IDW eine Mischung aus beiden Ansätzen und helfe konzeptionell nicht weiter.

DRSC Stellungnahme zu vorläufigen Agenda-Entscheidungen des IFRS IC (November 2018)

Das IFRS IC hat in seiner November Sitzung sechs vorläufige Agenda Decisions getroffen. Diese betrafen IFRS 9, IFRS 11, IAS 23 und IAS 38. Das Deutsche Rechnungslegung Standards Committee e.V. (DRSC) hat hierzu am 6. Februar 2019 Stellung genommen und stimmt allen (vorläufigen) Entscheidungen zu. Ausgenommen ist eine Entscheidung zu IAS 38 und eine zu IFRS 9.

  • IAS 38: Das IFRS IC erhielt eine Anfrage zur bilanziellen Abbildung von Cloud-Software-Vereinbarungen (SaaS, Software as a Service) auf Kundenseite. Das IFRS IC kam (vorläufig) zu dem Schluss, dass ein Vertrag, der dem Kunden nur das Recht zum künftigen Zugriff auf eine Software einräumt, einen Dienstleistungsvertrag darstellt. Anlass der Kritik seitens des DRSC ist die Aussage des IFRS IC, dass die bestehenden IFRS eine ausreichende Basis für die Lösung darstellen. Der beim IFRS IC eingereichte Fall behandelt einen SaaS-Fall, in der Praxis gebe es aber eine Vielzahl von Vertragsgestaltungen.
  • IFRS 9: Ein weiterer Kritikpunkt betraf die Anfrage an das IFRS IC, wie IFRS 9 auf bestimmte Verträge über den Kauf oder Verkauf nicht-finanzieller Posten zu einem festen Preis zu einem zukünftigen Zeitpunkt anzuwenden ist. Das DRSC kritisiert in seiner Stellungnahme, dass es angesichts des Fehlens spezifischer Regelungen und unterschiedlicher Literaturauslegung nicht nur eine Lösung gebe. Das DRSC bietet auch an das IFRS IC hier bei der Entwicklung einer Regelung zu unterstützen.

DRSC Stellungnahme zum EFRAG DP „Non-Exchange Transfers“

Im März kommentiert das DRSC das Diskussionspapier zu „Non-Exchange Transfers“ (sog. NETs) und lehnt die vorgeschlagene Zielsetzung des EFRAG-Projektes ab. Das DRSC kritisiert nicht nur den vorgeschlagenen Anwendungsbereich für NETs, sondern auch die vorgeschlagene Definition und die Ausgestaltung des vierstufigen Ansatzes zur Erfassung von NETs.