Wir verwenden Cookies auf unserer Webseite, um Ihren Besuch effizienter zu machen und Ihnen eine möglichst angenehme Nutzung bieten zu können. Indem Sie diese Website nutzen, erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Bitte lesen Sie unseren DATENSCHUTZERKLÄRUNG. Dort erfahren Sie mehr über die von uns verwendeten Cookies und wie Sie diese löschen oder blockieren können.
Aktuelles:

Europäisches Enforcement

11. April 2019

ESMA-Tätigkeitsbericht 2018

Die europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (European Securities and Markets Authority, ESMA) hat am 27. März 2019 einen Überblick ihrer Tätigkeiten und der nationalen Enforcementstellen in Europa im Zusammenhang mit der Einhaltung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften in den Abschlüssen börsennotierter Unternehmen im Jahr 2018 veröffentlicht.

Die Prüfquote (Umfang) aller IFRS-Emittenten mit an geregelten Märkten notierten Wertpapieren sank gegenüber 2017 von 19 % auf 16 %. Wesentliche Schwachstellen wurden in den Bereichen Abschlusserstellung, Wertminderung von nicht finanziellen Vermögenswerten und Finanzinstrumenten festgestellt. Bei insgesamt 296 Emittenten (33 %) wurden im Rahmen von Ex-Post-Prüfungen Maßnahmen eingeleitet.

Insgesamt 260 Emittenten wurden im Rahmen einer Stichprobenprüfung mit Fokus auf die festgelegten Prüfungsschwerpunkte für den Jahresabschluss 2017 untersucht. Bei insgesamt 28 Unternehmen kam es zu Fehlerfeststellungen, wovon etwa die Hälfte auf eine fehlerhafte Anwendung von IAS 7 zur Kapitalflussrechnung zurückzuführen ist.

DPR-Tätigkeitsbericht 2018

Am 24. Januar 2019 veröffentlichte die Deutsche Prüfstelle für Rechnungslegung (DPR) ihren Tätigkeitsbericht 2018. Im Jahr 2018 hat die DPR 84 Prüfungen (Vorjahr: 99) abgeschlossen.

Die normalisierte Fehlerquote (ohne Mehrfachzählungen und Prüfungen mit offenkundig fehlerhafter Rechnungslegung) lag im Jahr 2018 mit 12 % unter dem Niveau des Vorjahres (14 %). Die Fehlerquote (ohne Bereinigung) beträgt 15 % und liegt damit auf dem Niveau der Vorjahre. Besonders hervorzuheben ist, die im Vergleich zu den Vorjahren deutlich erhöhte Fehlerquote bei den Unternehmen mit Indexzugehörigkeit (16 %). Demgegenüber hat sich die Fehlerquote bei den Unternehmen ohne Indexzugehörigkeit wesentlich vermindert (15 %).

Zu den am häufigsten festgestellten Fehlern zählen die folgenden Kategorien:

  • Unternehmenserwerb/ Goodwill
    • Nicht sachgerecht vorgenommene Kaufpreisallokationen
    • Fehlende Anhangangaben
    • Werthaltigkeitstests des Goodwill
  • Anlagevermögen
    • Fehlerhafte Immobilienbewertung
    • Werthaltigkeitstest einer Marke
  • Darstellung des Abschlusses
    • Fehlerhafter Ausweis eines negativen Unterschiedsbetrags auf Grund eines Unternehmenserwerbs
  • Finanzinstrumente
    • Wertänderung einer variablen Kaufpreisverbindlichkeit

Die häufigsten Hinweise gab es aufgrund unzureichender Berichterstattung im Anhang und Lagebericht.

Die Nachschau für das Jahr 2017 ist zu einem positiven Ergebnis gekommen, da soweit erkennbar, die festgestellten Fehler und erteilten Hinweise korrigiert bzw. umgesetzt wurden.