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Aktuelles:

Aktivitäten von DRSC und IDW

21. Januar 2019

Die EU-Kommission hatte Anfang Februar 2018 einen Evaluierungsfahrplan „Fitness check on public reporting by companies“ veröffentlicht. Am 21. März 2018 wurde das zugehörige Konsultationsdokument zur Eignungsprüfung des EU-Vorschriftenrahmens im Bereich der Unternehmensberichterstattung veröffentlicht. Das Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) hat am 12.11.2018 ein Positionspapier herausgegeben, in dem es das Vorhaben der EU-Kommission unterstützt, die EU-Regelwerke zum Unternehmensreporting auf neue Entwicklungen, wie Nachhaltigkeit und Digitalisierung zu prüfen. Die frühzeitige Einbeziehung der interessierten Öffentlichkeit in die Konsultation bewertet das IDW als positiv. Das IDW warnt aber vor einem europäischen Sonderweg bei den IFRS und sieht den größten Überarbeitungsbedarf bei der Nachhaltigkeitsberichterstattung im Lagebericht.

IDW RS HFA 48: Modifikation finanzieller Vermögenswerte ergänzt

IDW RS HFA 48 adressiert Einzelfragen der Bilanzierung von Finanzinstrumenten nach IFRS 9. Die Fortsetzung von IDW RS HFA 48 zur bilanziellen Abbildung von Modifikationen finanzieller Vermögenswerte wurde am 11.09.2018 vom HFA verabschiedet und am 8. Oktober 2018 veröffentlicht.

IDW RS HFA 50: Module IFRS 3-M1 und M2

Die neuen Module werden in einer IDW (Sammel-) Stellungnahme zur Rechnungslegung (IDW RS HFA 50) zusammengefasst und in der Reihenfolge der IASB-Standards sortiert. Das modulare Format wird ausschließlich für neue Themen verwendet. Allerdings sind Verweise in den bestehenden Stellungnahmen auf neue Module vorgesehen, damit eine Interaktion gewährleistet werden kann.

Themen der zwei neuen, im September veröffentlichten Module zu IFRS 3 sind:

  • IFRS 3-M1 - Unternehmenszusammenschlüsse unter Verwendung einer neu gegründeten Gesellschaft bzw. einer Mantel- oder Vorratsgesellschaft ohne Geschäftsbetrieb i.S.v. IFRS 3: Bei jedem Unternehmenszusammenschluss ist nach IFRS 3 eines der beteiligten Unternehmen als Erwerber zu identifizieren. Wird der Unternehmenszusammenschluss mithilfe einer Newco durchgeführt, kommt diese nicht zwangsläufig als Erwerber in Betracht.
  • IFRS 3-M2 - Reorganisationen und Unternehmenszusammenschlüsse unter gemeinsamer Kontrolle mithilfe einer neu gegründeten Gesellschaft bzw. einer Mantel- oder Vorratsgesellschaft ohne Geschäftsbetrieb i.S.v. IFRS 3: Transaktionen unter gemeinsamer Kontrolle (common control transaction) sind vom Anwendungsbereich des IFRS 3 ausgenommen.

IDW RS HFA 45 aktualisiert

Die weitgehende Ablösung von IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung" durch IFRS 9 zu Beginn dieses Jahres und weitere kleine Änderungen der IFRS hatten zur Folge, dass einige Ausführungen in IDW RS HFA 45 angepasst werden mussten. IDW RS HFA 45 wurde redaktionell überarbeitet und aktualisiert vom Arbeitskreis „Finanzinstrumente“. Aufgrund der (weitgehenden) Ablösung von IAS 39 durch IFRS 9 zum 01.01.2018 wurden die Ausführungen zu IAS 39 gestrichen bzw. an die entsprechende Neuregelung angepasst.  

DRSC Interpretation 4 - Bilanzierung ertragsteuerlicher Nebenleistungen

Der IFRS-Fachausschuss des Deutschen Rechnungslegungs Standards Committee e.V. (DRSC) hatte am 6.9.2018 die DRSC Interpretation (IFRS) Nr. 4 Bilanzierung von ertragsteuerlichen Nebenleistungen nach IFRS (DRSC Interpretation 4) veröffentlicht.  Gegenstand der Interpretation ist die Bilanzierung von steuerlichen Nebenleistungen i.S.d. § 3 Abs. 4 AO, die sich auf tatsächliche Ertragsteuern i.S.d. IAS 12.5 beziehen (ertragsteuerliche Nebenleistungen). Zentrale Aussage ist, dass ertragsteuerliche Nebenleistungen nach IAS 37 zu bilanzieren sind. Die Bilanzierung nach IAS 12 scheidet aus, weil diese Nebenleistungen nicht auf Grundlage des zu versteuernden Gewinns berechnet werden und folglich die Definition von Ertragsteuern nach IAS 12.2 nicht erfüllen.