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Herausforderungen und Lösungsansätze für das Personalmanagement in Kliniken

14. März 2018

Wesentliche und wichtigste Ressource der Krankenhäuser ist das eingesetzte Personal. Gerade in den patientennahen Dienstarten ist aufgrund aktueller Rahmenbedingungen eine zunehmende Verknappung zu bemerken, die eine qualitativ hochwertige, den Beschäftigten gerecht werdende und wirtschaftliche Leistungserbringung immer stärker erschwert. Zu nennen sind hier vor allem die folgenden Einflussfaktoren und Wirkungen:

  • Es herrscht ein (zunehmender) Mangel an geeigneten Fachkräften und in der Folge ein intensiver Wettbewerb um qualifizierte Beschäftigte („war for talents“).
  • Wirtschaftlicher Druck zwingt zu einer laufenden Effizienzerhöhung in den Krankenhäusern.
  • Die Anforderungen an die Leistungserbringung steigen sowohl quantitativ wie qualitativ; Vorgaben zu Strukturqualität, Fachweiterbildungen oder Untergrenzen determinieren eine freie Personalorganisation.
  • Personelle Engpässe führen zu einer „natürlichen“ Begrenzung der Leistungskapazitäten – und damit ggf. zu wirtschaftlichen Nachteilen.
  • Die Erwartungshaltung der Beschäftigten an die Ausgestaltung der Arbeit steigt.

Diese Themen muss das Krankenhausmanagement zwingend aufgreifen, um nachhaltig am Markt erfolgreich agieren zu können. Idealerweise wird dabei ein Ansatz verfolgt, der gleich mehrere Problemfelder bearbeitet, um die teilweise konfliktären Zusammenhänge zwischen den oben genannten Rahmenbedingungen bestmöglich aufzulösen. Die Grundlage für ein zielgerichtetes Personalmanagement sollte dabei immer ein leistungsgerecht abgeleiteter Stellenplan sein. Lediglich historisch fortgeschriebene und primär intuitive Personalplanungen genügen hier nicht. Es empfiehlt sich, den Soll-Personalbedarf auf der Grundlage analytischer Methoden zu ermitteln, z. B. auf der Basis einer leistungsorientierten Personalbedarfsermittlung. Ein Resultat in Form von personellen Über-/Unterdeckungen darf nicht allein „festgestellt“ werden. Vielmehr ist es für die Umsetzung des Stellen-Solls zwingend, Prozesse zu verändern und vorhandene Kapazitäten bestmöglich zu nutzen. Hierfür bedarf es neben personeller Leistungsfähigkeit auch einer hohen Mitarbeiterzufriedenheit.

Einen wesentlichen Schlüssel bietet hier das Betriebliche Gesundheitsmanagement (BGM). Mit Hilfe von Maßnahmen des BGM kann der Krankenstand der Beschäftigten produktivitätssteigernd verringert werden. Auf diese Weise können personelle Ressourcen für den Dienst am Patienten frei werden, ohne dass neues Personal einzustellen ist. Und auch für das Employer Branding spielt das Vorhandensein eines funktionierenden BGMs eine wichtige Rolle. Arbeitnehmer werden bei der Berufswahl zunehmend auf das Benefit „Gesundheit“ achten, sei es nur die Kooperation mit eine Fitnessstudio, die Krankenzusatzversicherung oder die grundsätzliche Verankerung der Mitarbeitergesundheit in den Unternehmensleitlinien - was dann aber auch in der Praxis gelebt werden muss!

Bei weiterführendem Interesse für dieses Thema möchten wir Sie gerne auf den Artikel „Bedrohlicher Krankenstand in Großkliniken“ von Prof. Nürnberg verweisen, der in der März Ausgabe der Fachzeitschrift „das Krankenhaus“ erschienen ist.