Wir verwenden Cookies auf unserer Webseite, um Ihren Besuch effizienter zu machen und Ihnen eine möglichst angenehme Nutzung bieten zu können. Indem Sie diese Website nutzen, erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Bitte lesen Sie unseren DATENSCHUTZERKLÄRUNG. Dort erfahren Sie mehr über die von uns verwendeten Cookies und wie Sie diese löschen oder blockieren können.
Studien:

Elektromobilität braucht verbindliche Vorgaben

05. Februar 2018

Delphi-Studie:

Elektromobilität braucht verbindliche Vorgaben

Ohne rechtlich verbindliche Ziele und weitergehende Maßnahmen lässt sich das Ziel der Bundesregierung, Deutschland zum Leitmarkt für Elektromobilität zu machen, nicht erreichen. Bisher scheitert eine zügige Dekarbonisierung des Straßenverkehrs insbesondere an der unzureichenden Kalkulierbarkeit des Markts und der daraus folgenden Unsicherheit für die beteiligten Branchen und die Nutzer. Genau hier muss angesetzt werden, wenn die Elektromobilität in Deutschland schneller vorankommen soll. Das ist das Fazit einer Delphi-Expertenbefragung des Kompetenzzentrums Öffentliche Wirtschaft, Infrastruktur und Daseinsvorsorge an der Universität Leipzig in Kooperation mit BDO und weiteren Partnern.

Weil die bisherigen politischen Ansätze nicht ausreichen, den Elek­tromobilitätsmarkt in Deutschland wie gewünscht voranzutreiben, schlagen die für die Studie befragten Experten konkrete weitergehende Maßnahmen vor. Diese reichen von Zielvorgaben für CO2-Emissionen über die Schaffung von Kaufanreizen für Elektro­fahrzeuge durch Steuervorteile und Prämien sowie potenzielle Zulassung­sverbote für Verbrennungsmotoren bis hin zu Zulassungsquoten für die Automobilhersteller. Zudem sollten Energie- und Verkehrswende eng miteinander verzahnt werden, um so den größtmöglichen ökonomischen und ökologischen Gesamtnutzen zu erzielen.

Besonders interessant ist dabei laut Dr. Oliver Rottmann vom Kompetenzzentrum der Universität Leipzig, dass die für die Studie befragten Experten einem verlässlichen und fairen ordnungspolitischen Rahmen für Elektrofahrzeuge eine deutlich höhere Wirksamkeit zumessen als etwa Kaufprämien.

Zur Verbesserung der besonders außerhalb der Ballungsräume unzureichenden Ladeinfrastruktur fordern die Experten neben einer För­derung im privaten Bereich auch einen verstärkten Einstieg der Energieversorgungsunternehmen. Nach Einschätzung von André Horn, Energiewirtschaftsexperte bei BDO, zeigt sich in der Praxis, dass die aktuellen Anreize in diesem Bereich trotz ausreichender Verfügbarkeit der Technologie auf dem Feld der Ladeinfrastruktur und verschiedener Förderprogramme auf unterschiedlichen Ebenen nicht genügen, um die kurzfristigen Ziele auf Bundesebene zu erreichen.

Auch die Industrie müsse sich teilweise neu ausrichten und innovativer werden. Den Automobilherstellern empfehlen die Experten, strategische Allianzen in der Batterietechnologie anzustreben. Zulieferer und nachgelagerte Indust­rien sollten in neue Geschäftsfelder wie Automatisierung und Digitalisie­rung eintreten und eventuell neue Beför­derungskonzepte entwickeln.

Für die Delphi-Studie Elektromobilitätsstrategie der Bundesregierung – Herausforderungen und Hemmnisse befragte das Kompetenzzentrum Öffentliche Wirtschaft, Infrastruktur und Daseinsvorsorge in Kooperation mit BDO, Bayern LB, DKB, E.On, Mobileeee und Stromnetz Hamburg unabhängige Exper­ten verschiedener Institutionen zum Thema Maßnahmen zur Förderung von Elektromobilität in Deutschland.

Bitte registrieren Sie sich durch Eintragung der entsprechenden Daten für den Erhalt unserer kostenlosen Studie. Im Anschluss erhalten Sie eine persönliche Bestätigungsmail zur Freischaltung Ihres Downloads.

Mit Angabe Ihrer Daten akzeptieren Sie unsere Datenschutzbestimmungen und willigen ein, von BDO per E-Mail über Neuigkeiten informiert zu werden. Sie erklären sich mit der Verarbeitung und Nutzung Ihrer Daten für den kostenlosen und unverbindlichen postalischen, telefonischen oder elektronischen Informationsservice NEWS@BDO einverstanden. Die Einwilligung kann jederzeit per Klick auf den in allen E-Mails vorhandenen Abmeldelink oder direkt per Mail an news@bdo.de widerrufen werden.