Wir verwenden Cookies auf unserer Webseite, um Ihren Besuch effizienter zu machen und Ihnen eine möglichst angenehme Nutzung bieten zu können. Indem Sie diese Website nutzen, erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Bitte lesen Sie unseren DATENSCHUTZERKLÄRUNG. Dort erfahren Sie mehr über die von uns verwendeten Cookies und wie Sie diese löschen oder blockieren können.
Studien:

Studie 2015: MARKTSTUDIE ZUR ENTWICKLUNG DER KRANKENKASSEN 2015

11. Mai 2016

Der Krankenkassenlandschaft im Hinblick auf Versorgungsnotwendigkeit und Wirtschaftlichkeit - auch vor dem Hintergrund der Flüchtlingssituation

Die unabhängige BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft hat eine Marktanalyse zur Entwicklung der GKV-Branche durchgeführt. Für die Marktanalyse sind Branchen-Insider im Rahmen einer semistrukturierten Erhebung  befragt worden. Das Jahr 2015 hat für die gesetzlichen Krankenversicherungen zu großen Veränderungen bei den Einnahmen geführt. Seit dem 01.01.2015 gilt ein einheitlicher Beitragssatz von 14,6 %, wobei der Arbeitsgeberbeitrag auf 7,3 % festgefroren ist.
In der Vorgängerstudie 2014 erwarteten die befragten Experten mit der Einführung der einkommensabhängigen Zusatzbeiträge grundsätzlich geringere Wechselaktivitäten bei den Versicherten im Gegensatz zu pauschalen Zusatzbeiträgen. In 2015 hat BDO die Wechselaktivitäten untersucht sowie die Expertenschätzung für die zukünftigen Entwicklungen wiederholt abgefragt.

Die BDO Marktstudie hat sich zum Ziel gesetzt, die Entwicklung der GKV-Branche fortlaufend unter dem Aspekt des steigenden finanziellen Drucks zu eruieren. Über die Zusammenschau anderer Begleitforschungen und Marktbeobachtungen werden die Themenkomplexe sowohl aus strategischer als auch aus operativer Sicht beleuchtet. Ein Themenkomplex bildet die aktuelle Flüchtlingssituation sowie mögliche Auswirkungen auf die Krankenversicherungen.

Schätzungen zufolge verdoppelt sich der Zusatzbeitrag bis 2018 auf insgesamt 1,8 %. Ursächlich hierfür sind neben der demografischen Entwicklung insbesondere die Reformen der großen Koalition, die zu erheblichen Ausgabensteigerungen führen. Prognosen von Wirtschaftsinstituten und Experten gehen davon aus, dass die verschiedenen Reformen Mehrkosten von bis zu 40 Mrd. Euro bis zum Jahr 2020 mit sich bringen werden. Die Mehrbelastungen in Milliardenhöhe müssen durch die Versicherten alleine getragen werden.
Die dadurch steigenden Zusatzbeiträge führen zu einem verschärften Wettbewerb der Krankenkassen um Versicherte. Neben den Leistungs- und Qualitätsaspekten wird auch der Preis ein wesentliches Kriterium im Wettbewerb um die Versicherten sein.