IFRS Trustees Foundation gibt bei der COP 26 in Glasgow richtungsweisende Veränderungen bekannt

Während sich die Staats- und Regierungschefs in Glasgow zur COP26 treffen, um Lösungen für die drängenden Herausforderungen des globalen Klimawandels zu verabschieden, geben die Treuhänder der IFRS-Stiftung (Trustees) drei bedeutende Entwicklungen bekannt, um den globalen Finanzmärkten zukünftig eine qualitativ hochwertige Berichterstattung zu Klimadaten und anderen materiellen Nachhaltigkeitsthemen zu ermöglichen:

• Die Bildung eines neuen International Sustainability Standards Board (ISSB)

• Konsolidierung des Climate Disclosure Standards Board (CDSB – eine Initiative des CDP) und der Value Reporting Foundation (VRF – die das Integrated Reporting Framework und die SASB Standards beherbergt) bis Juni 2022

• Die Veröffentlichung eines Prototypen zur Offenlegung zu Klimadaten und allgemeinen Offenlegungsanforderungen, die von der Technical Readiness Working Group (TRWG) entwickelt wurden, einer Gruppe, die von den Treuhändern der IFRS-Stiftung gebildet wurde, um die Vorbereitungsarbeiten für den ISSB zu übernehmen.

Zusammen schaffen diese Entwicklungen die notwendigen institutionellen Vorkehrungen, die in der überarbeiteten Satzung der Stiftung hinterlegt sind, und bilden die technische Grundlage für einen globalen Standardsetzer für die Offenlegung von Nachhaltigkeitsangaben für die Finanzmärkte. Sie erfüllen die wachsende und dringende Nachfrage nach einer Straffung und Formalisierung der Offenlegung von Unternehmen zur Nachhaltigkeit.

 

In der heutigen Welt ist das Handeln von Organisationen eng mit Umwelt-, Sozial- und Governance-Belangen (ESG) verflochten: In diesen drei Bereichen zu glänzen, ist kein „Nice to Have“, sondern eine „Notwendigkeit, das Richtige zu tun“ und die Verknüpfung mit den Finanzmärkten zu diesen Themen ist unabdingbar.

Dazu wird auch der Finanzplatz Frankfurt einen entscheidenden Beitrag leisten:

ISSB Büros in Frankfurt (Sitz des Vorstands und Büro des Vorsitzenden) und in Montreal werden für Schlüsselfunktionen zur Unterstützung des neuen Vorstands und einer vertieften Zusammenarbeit mit regionalen Interessenvertretern verantwortlich sein. Das ISSB wird eine globale und standortübergreifende Präsenz haben. Alle Regionen – Amerika, Asien-Ozeanien und EMEA (Europa, Naher Osten und Afrika) – werden abgedeckt. Die Zusammenarbeit mit Entwicklungs- und Schwellenländern wird eine wichtige Priorität sein.

Basierend auf eingegangenen Interessenbekundungen wird die IFRS-Stiftung unverzüglich mit Frankfurt und Montreal die notwendigen Vorkehrungen treffen, damit der ISSB seine Arbeit Anfang 2022 aufnehmen kann.

Auch BDO hat die Bewerbung des Standortes Frankfurt unterstützt und wird die weiteren Entwicklungen eng begleiten.

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