Zwischen Regulierung, Kapitalmarkt und Finanzierung der Transformation
Die europäische Sustainable-Finance-Agenda befindet sich in einer Phase grundlegender Neuausrichtung. Mit den Omnibus-Initiativen der Europäischen Kommission, der angekündigten Überarbeitung der Sustainable Finance Disclosure Regulation — SFDR 2.0 — sowie den politischen Diskussionen rund um das Rentenpaket stellt sich eine zentrale Frage neu: Wie kann Sustainable Finance stärker auf das Wesentliche fokussiert werden — nämlich auf die Mobilisierung von Kapital für Transformation, langfristigen Vermögensaufbau und die Unterstützung des europäischen Net-Zero-Ziels?
Damit zeichnet sich ein Paradigmenwechsel ab: Sustainable Finance soll künftig weniger als reine Offenlegungs- und Compliance-Übung verstanden werden, sondern stärker als strategisches Instrument zur Kapitalallokation. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Finanzmärkte, Altersvorsorge und nachhaltige Finanzprodukte dazu beitragen können, die Transformation der Realwirtschaft wirksam zu finanzieren und gleichzeitig attraktive Anlage- und Vorsorgelösungen für private und institutionelle Investoren zu ermöglichen.
Damit rücken zwei Perspektiven zusammen, die bislang häufig getrennt diskutiert wurden:
Erstens: die politische und kapitalmarktbezogene Perspektive.
Wie kann privates und institutionelles Kapital stärker für die Transformation von Wirtschaft und Infrastruktur mobilisiert werden? Welche Rolle können Altersvorsorge, Investmentfonds und nachhaltige Geldanlagen bei der Finanzierung des europäischen Net-Zero-Pfads spielen? Und wie lässt sich sicherstellen, dass Sustainable Finance nicht nur regulatorisch korrekt, sondern auch wirtschaftlich tragfähig und gesellschaftlich wirksam ist?
Zweitens: die regulatorische und praktische Umsetzungsperspektive der Finanzbranche.
Was bedeutet SFDR 2.0 konkret für Banken, Versicherungen und Asset Manager? Wie verändern sich Anforderungen an Produktstrategien, Datenhaushalte, Governance, Steuerung und Vertrieb? Und wie können Finanzinstitute die Verbindung aus Regulierung, Transition Finance, Net-Zero-Ziel und neuen Marktchancen frühzeitig in tragfähige Geschäfts- und Betriebsmodelle übersetzen?
Diese Fragen diskutieren wir in unserer virtuellen Podiumsdiskussion mit Silke Stremlau, Geschäftsführerin Finance for Transition (F4T) und Mitglied des Praxisbeirats Sustainable Finance der aktuellen Bundesregierung, sowie Steffen Nitsche, Partner bei der BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft.
Gemeinsam verbinden sie politische Einordnung, Marktperspektive, regulatorische Expertise und praktische Umsetzungserfahrung. Ziel ist es, die aktuellen Entwicklungen nicht nur einzuordnen, sondern konkrete Implikationen und Handlungsoptionen für Finanzinstitute abzuleiten.
Im Fokus der Diskussion stehen unter anderem:
- Sustainable Finance im Umbruch: Von der reinen Offenlegung hin zu Transformation, Kapitalallokation und messbarer Wirkung: Welche Leitplanken prägen den nächsten Entwicklungsschritt der europäischen Sustainable-Finance-Regulierung?
- SFDR 2.0 und Produktstrategie: Welche Auswirkungen kann die Überarbeitung der SFDR auf nachhaltige Finanzprodukte, Fondsklassifizierungen, Datenanforderungen, Governance und Vertriebsprozesse haben?
- Rentenpaket, Kapitalmarkt und private Geldanlage: Welche Rolle können Altersvorsorge, Investmentfonds und institutionelle Investoren bei der Mobilisierung privaten Kapitals für Transformation, langfristigen Vermögensaufbau und nachhaltige Kapitalmärkte spielen?
- EU-Net-Zero-Ziel und Transition Finance: Wie kann Transition Finance dazu beitragen, die Dekarbonisierung der Realwirtschaft zu finanzieren und den Übergang zu einer klimaneutralen europäischen Wirtschaft praktisch zu unterstützen?
- Praxisperspektiven für Banken, Versicherungen und Asset Manager: Welche Daten, Prozesse, Steuerungsmechanismen und Governance-Strukturen sind erforderlich, um regulatorische Anforderungen effizient umzusetzen und gleichzeitig neue Marktpotenziale zu erschließen?
Im Anschluss an die Diskussion haben Sie die Möglichkeit, Ihre Fragen in einer interaktiven Q&A-Session einzubringen und mit unseren Expertinnen und Experten über aktuelle Herausforderungen, regulatorische Entwicklungen und praktische Umsetzungsansätze zu diskutieren.
Datum: 29.06.2026
Uhrzeit: 11:00 -12:00 Uhr
Format: Online-Webinar
Sprache: Deutsch
Kosten: Die Teilnahme ist kostenfrei. Gerne können Sie diese Einladung an interessierte Kolleginnen und Kollegen weiterleiten.
Zielgruppe: Fach- und Führungskräfte aus Banken, Versicherungen und Asset Management, insbesondere aus den Bereichen Nachhaltigkeit, Produktmanagement, Investment Management, Strategie, Regulatory Affairs, Risikomanagement und Finance.
Melden Sie sich jetzt an und erfahren Sie, welche Auswirkungen die geplanten Änderungen an der SFDR sowie das geplante Rentenpaket auf die Finanzbranche haben und wie Finanzinstitute die Chancen von Transition Finance und nachhaltiger Altersvorsorge erfolgreich nutzen können.
Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!
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