
André Horn
Stadtwerke stehen unter erheblichem Investitionsdruck: Wärmewende, Netzausbau, Dekarbonisierung - und das bei gleichzeitig steigenden Finanzierungsanforderungen. Wer Kapital aufnehmen will, muss wissen, wie seine Kennzahlen bei einer Bank ankommen. Wer Investitionen priorisiert, braucht eine belastbare Einordnung der eigenen Ausgangslage. Und wer Planungszahlen nach außen trägt, sollte sie vorher einmal durchgesehen haben - um zu wissen, ob noch eine Korrektur sinnvoll ist oder nicht. Ein Benchmark kann dafür ein erster sinnvoller Schritt sein.
Strategische Standortbestimmung vor Investitionsentscheidungen oder Finanzierungsgesprächen: Wo stehen wir — und reichen unsere Zahlen für das, was wir vorhaben?
Externe Vergleichswerte machen interne Kennzahlen erst vollständig interpretierbar. Besonders vor Bankgesprächen oder bei der Vorbereitung von Planungsunterlagen.
Ein unabhängiger Benchmarkbericht schafft Transparenz gegenüber Gremien und kommunalen Trägern — ohne internen Erhebungsaufwand.
BDO hat auf Basis öffentlich verfügbarer Jahresabschlussdaten eine Datenbasis zu mehr als 900 Stadtwerken und Energieversorgern in Deutschland aufgebaut. Daraus erstellen wir einen individuellen Kennzahlenvergleich mit einer Peer-Group, die zu Ihrer Unternehmensgröße und -struktur passt — als Punktbetrachtung auf Basis Ihres aktuellen Jahresabschlusses.
Das Ergebnis ist eine aufbereitete Präsentation mit schriftlicher Einordnung je Kennzahl — ein strukturierter Ausgangspunkt: Wo steht Ihr Unternehmen im Vergleich, und wo lohnt sich ein genauerer Blick? Was hinter einer auffälligen Kennzahl steckt, lässt sich aus Zahlen allein oft nicht vollständig ablesen. Dafür braucht es Branchenkenntnis — und das Gespräch.
Wir berechnen die wesentlichen Kennzahlen aus Ihrem Jahresabschluss:
Jede Kennzahl wird gegen mehrere Vergleichsgruppen gespiegelt - von einem breiten Marktvergleich bis hin zu Versorgern, die Ihrem Unternehmen besonders ähnlich sind. Das farbige Band zeigt die mittlere Bandbreite der jeweiligen Gruppe, die rote Markierung Ihren Wert.

Illustratives Beispiel mit anonymisierten Werten. In diesem Fall läge das Musterstadtwerk im bundesweiten Vergleich im Mittelfeld, gegenüber gleich großen Versorgern jedoch am unteren Rand.
Eine Kennzahl außerhalb der Bandbreite bedeutet nicht automatisch eine Minderperformance. Jedes Stadtwerk ist individuell — und für jede Abweichung kann es konkrete Gründe geben, die eine andere oder sogar bessere Aufstellung erklären.
Ein Unternehmen am Anfang seines Investitionszyklus weist andere Margen aus als eines am Ende. Die Zusammensetzung und Gewichtung der Sparten verschiebt fast jede Kennzahl. Was auf den ersten Blick wie eine Schwäche aussieht, kann sich bei genauer Betrachtung als Folge einer bewussten Strategie erweisen — und damit vollkommen in Ordnung sein.
Auch welche Kennzahl überhaupt aussagekräftig ist, gehört zum Gespräch. Ein stark investierendes Stadtwerk kann ein kräftiges EBITDA ausweisen und beim EBIT trotzdem schwach wirken — schlicht, weil die hohen Abschreibungen das EBIT belasten, während sie für die Innenfinanzierung gebraucht werden. Erst die richtige Kennzahl im richtigen Kontext ergibt ein belastbares Bild.
Genau diese Einordnung leisten wir im gemeinsamen Gespräch. Der Benchmark zeigt, wo sich ein zweiter Blick lohnt. Ob daraus Handlungsbedarf folgt, klärt sich erst, wenn man die Zahl im Kontext des einzelnen Unternehmens versteht.
Sie liefern Jahresabschluss und Spartenrechnung. Den Rest übernehmen wir.
Was der Benchmark zeigt, bestimmt, was als nächstes sinnvoll ist. Das können sehr unterschiedliche Dinge sein — je nachdem, wo die Analyse Handlungsbedarf signalisiert:

BDO begleitet Stadtwerke über den gesamten Leistungsbereich — von der Wirtschaftsprüfung über Steuerberatung und Rechtsberatung bis hin zu technischer, regulatorischer und betriebswirtschaftlicher Beratung. Was nach dem Benchmark gebraucht wird, findet sich im Leistungsangebot des Branchencenters Energiewirtschaft.
Der erste Schritt kostet nichts. Das Ergebnis gibt Ihnen eine Einordnung, die intern schwer zu erarbeiten ist - und öffnet das Gespräch über das, was dahintersteckt.

André Horn

Jens Külper

Sebastian Schulz