Mit IFRS 18 steht eine der bedeutendsten Änderungen in der finanziellen Berichterstattung der letzten Jahre bevor. Der neue Standard gilt für Geschäftsjahre ab dem 1. Januar 2027 und ersetzt IAS 1, eine frühere Anwendung ist zulässig.
Die ESMA unterstreicht in ihrem Public Statement die Bedeutung einer qualitativ hochwertigen, einheitlichen und rechtzeitigen Umsetzung in Europa. Gleichzeitig weist sie darauf hin, dass Emittenten die erwarteten Auswirkungen von IFRS 18 bereits vor dem Erstanwendungszeitpunkt transparent darstellen sollten, sofern diese wesentlich sind.
IFRS 18 führt unter anderem neue Pflicht-Zwischensummen in der Gewinn- und Verlustrechnung ein, verlangt zusätzliche Angaben zu Management-Defined Performance Measures (MPMs) und enthält neue Prinzipien zur Aggregation, Disaggregation und Bezeichnung von Posten. Für viele Emittenten bedeutet das nicht nur fachlichen Anpassungsbedarf, sondern auch Änderungen in Prozessen, Kontrollen, Systemen und der externen Kommunikation.
Besonders wichtig ist zudem die Verzahnung mit ESEF: Die ESMA hebt hervor, dass die neuen Anforderungen erhebliche Auswirkungen auf die XBRL-Auszeichnung der GuV haben werden und listet die von den neuen Klassifizierungsregeln besonders betroffenen Sachverhalte auf.
Im ESEF-Kontext ist frühzeitige Vorbereitung entscheidend, weil IFRS 18 die Struktur der Berichterstattung und damit auch die Tagging-Logik verändert. Die ESMA hat bereits die ESEF-Taxonomie aktualisiert und sieht für die Übergangsphase zwei Einstiegspunkte vor, sodass sowohl IAS 1 als auch IFRS 18 abgebildet werden können.
Zudem hat ESMA mitgeteilt, dass 2026 keine weitere Änderung von ESEF-RTS oder Taxonomie geplant ist, was den Unternehmen mehr Stabilität und Vorbereitungszeit verschafft. Für Emittenten ist damit jetzt der richtige Zeitpunkt, um Struktur, Tagging-Ansatz und Systeme auf die künftigen Anforderungen auszurichten.
IFRS 18 wird die Finanzberichterstattung und die ESEF-Auszeichnung nachhaltig verändern. Eine frühzeitige Auseinandersetzung mit den neuen Anforderungen schafft Planungssicherheit, reduziert Umsetzungsrisiken und ermöglicht eine effiziente Integration in bestehende Prozesse.
Mit unserer langjährigen Erfahrung in der ESEF-Berichterstattung unterstützen wir Emittenten bei der Analyse und Umsetzung der IFRS-18-Anforderungen – von der fachlichen Bewertung der Auswirkungen auf Abschluss und Berichterstattung bis hin zur technischen und prozessualen Vorbereitung auf die künftigen ESEF-Vorgaben.
Die BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft begleitet ihre Kundinnen und Kunden seit Einführung des ESEF-Formats umfassend entlang des gesamten Prozesses. Unsere spezialisierten Teams vereinen Beratung, prüferische Durchsicht und Qualitätssicherung der ESEF-Unterlagen und verfolgen dabei einen pragmatischen, zugleich prüfungssicheren Ansatz.
Auf Basis unserer fundierten Marktkenntnis – sowohl hinsichtlich relevanter Softwarelösungen als auch etablierter Dienstleister – stellen wir eine effiziente und verlässliche Umsetzung sicher. Innerhalb des BDO Global Netzwerks leisten wir mit unserer ausgewiesenen ESEF-Expertise einen wesentlichen Beitrag zu konsistent hohen Qualitätsstandards. Durch den Einsatz und die parallele Nutzung verschiedener ESEF-Applikationen gewährleisten wir eine umfassende Validierung und reduzieren das Risiko wesentlicher Fehlangaben auf ein Minimum.
Fazit
Mit ihrem Public Statement macht die ESMA deutlich, dass IFRS 18 weit über eine reine Änderung von Bilanzierungs- und Darstellungsvorschriften hinausgeht. Die neuen Anforderungen betreffen die gesamte Finanzberichterstattung und haben insbesondere erhebliche Auswirkungen auf die künftige ESEF-Auszeichnung.
Unternehmen sollten die verbleibende Zeit bis zur verpflichtenden Anwendung nutzen, um die Auswirkungen auf Berichtsstruktur, Prozesse, Systeme und Tagging-Ansätze frühzeitig zu analysieren und geeignete Maßnahmen abzuleiten. Eine strukturierte Vorbereitung schafft Transparenz, reduziert Umsetzungsrisiken und erleichtert die prüfungssichere Umsetzung der neuen Anforderungen.
BDO unterstützt Sie dabei, die Auswirkungen von IFRS 18 und die daraus resultierenden ESEF-Anforderungen frühzeitig zu bewerten und einen praxistauglichen Umsetzungsansatz zu entwickeln. So schaffen Sie die Voraussetzungen für eine effiziente, regulatorisch konforme und zukunftssichere Berichterstattung.

