Die mindestens jährlich aktualisierten Aufsichtsprioritäten, welche insbesondere von Seiten der EZB im Rahmen des einheitlichen Aufsichtsmechanismus die Aufsichtspraxis der nahen Zukunft maßgeblich definieren, umfassen für die Jahre 2026 – 2028 zum einen (weiterhin) die Stärkung der Resilienz des europäischen Finanzsektors gegenüber geopolitischen Risiken sowie makro-finanzieller Unsicherheiten. Zum anderen stehen IKT-Risiken sowie institutsindividuelle wie auch systemische operationelle Resilienz im Fokus, wobei der Implementierung von DORA im Allgemeinen und Cyber-Resilienz, Auslagerungsmanagement und kritische Infrastruktur/Dienstleister im Speziellen hohe Aufmerksamkeit genießen.
Die aus der laufenden Aufsichtstätigkeit resultierenden Erkenntnisse aus dem SREP 2025 zeigen unter anderem, dass einerseits Fortschritte und Verbesserungen im allgemeinen Scoring zu verzeichnen sind, aber insbesondere der Kreditbereich bei notleidenden Positionen (Risikovorsorge, Strategie und Kreditprozesse) häufig mit zusätzlichen qualitativen Maßnahmen aus dem SREP zu rechnen hat. Die Kapitalisierung der Institute wird weiterhin als robust angesehen und die Gesamtkapitalanforderungen (TCR) sanken sogar leicht.



