Abzug von Zinsaufwendungen bei nur mittelbarem Zusammenhang mit steuerfreien Einnahmen
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Im Beschluss vom 13.12.2023 (Az. XI R 39/20) hat der BFH über die Abzugsfähigkeit von Zinsaufwendungen aus einer sog. Pool-Finanzierung bei einem Kreditinstitut entschieden.
Elektronische Datenübermittlung von Beiträgen zur privaten Kranken- und Pflegepflichtversicherung im Rahmen des Lohnsteuerabzugsverfahrens ab 01.01.2026
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Ab dem 01.01.2026 wird das bisherige Papierbescheinigungsverfahren zur steuerlichen Behandlung der Beiträge für eine private Krankenversicherung und Pflege-Pflichtversicherung durch einen elektronischen Datenaustausch zwischen dem Versicherungsunternehmen, dem Bundeszentralamt für Steuern (BZSt) und den Arbeitgebern ersetzt. Ziel ist die Reduzierung bürokratischer Hürden und eine effizientere Handhabung im Lohnsteuerabzugsverfahren.
Steuerfreistellung von Überstundenzuschlägen
Bundestag, hib295/2025, Mitteilung vom 10.07.2025
Bundesregierung, Ds 21/755, Antwort auf eine kleine Anfrage
Die im Koalitionsvertrag angekündigte Steuerfreistellung von Zuschlägen für Überstunden von Vollzeitbeschäftigten ist in ihrer Ausgestaltung noch völlig offen. Auch Auswirkungen auf das Steueraufkommen und die Gleichbehandlung im Steuerrecht sollen noch bewertet werden. Die Bundesregierung plant derzeit allerdings keine Befreiung von Sozialabgaben.
Verfahren zur Zulässigkeit des Treaty Override in § 50d Abs. 10 EStG nach Rücknahme der Richtervorlage eingestellt
BVerfG, Pressemitteilung vom 17.07.2025 zum Beschluss vom 04.07.2025, 2 BvL 15/14
Die Ausführungen des vorlegenden BFH-Senats zur Entscheidungserheblichkeit der für verfassungswidrig erachteten Vorschriften dürften angesichts der zwischenzeitlichen Entwicklungen nicht (mehr) den Darlegungsanforderungen des Art. 100 Abs. 1 Grundgesetz, § 80 Abs. 2 Satz 1 Bundesverfassungsgerichtsgesetz genügen.
Denn die im Ausgangsverfahren erhobene Klage richte sich gegen einen Bescheid über die gesonderte und einheitliche Feststellung der Besteuerungsgrundlage für eine GmbH & Co. KG, in den auch Feststellungen betreffend eine atypisch stille Beteiligung weiterer Personen am Geschäftsbetrieb der Kommanditgesellschaft mit aufgenommen worden seien. Ein solches Vorgehen sei aber jedenfalls nach der jüngeren BFH-Rechtsprechung verfahrensrechtlich nicht zulässig und führe zur Aufhebung des angegriffenen Bescheids. Auf die Anwendung und damit verbunden auf die Verfassungsmäßigkeit des § 50d Abs. 10 EStG komme es folglich im Ausgangsverfahren nicht an.
Beihilfeprüfung und steuerrechtliche Gemeinnützigkeit von Servicekörperschaften
BFH, EuGH-Vorlage vom 22.05.2025, V R 22/23; Pressemitteilung vom 17.07.2025
Dem EuGH werden folgende Fragen zur Auslegung von Art. 107 und Art. 108 des Vertrags über die Arbeitsweise der Europäischen Union in der Fassung des Vertrags von Lissabon zur Änderung des Vertrags über die Europäische Union und des Vertrags zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft (AEUV) in Bezug auf gemeinnützigkeitsrechtliche Steuervergünstigungen im nationalen Recht (§§ 51 bis 68 der Abgabenordnung) vorgelegt:
Aktivierung von Provisionsansprüchen bei Versicherungsvertretern
BFH, Urteil vom 30.04.2025, X R 12-13/22
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Keine Rückstellung für künftige Wartung von Zügen
BFH, Urteil vom 19.02.2025, XI R 11/22 (NV)
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Online-Poker in der Variante “Pot Limit Omaha” als im Einzelfall gewerbliche Tätigkeit
BFH, Urteil vom 02.04.2025, X R 26/21 (NV)
Ferienwohnung kann eine erste Tätigkeitsstätte bei den Einkünften aus Vermietung und Verpachtung sein
Finanzgericht Münster, Urteil vom 15.05.2025, 12 K 1916/21 F; Revision zugelassen
Eine Ferienwohnung stellt eine erste Tätigkeitsstätte bei den Einkünften aus Vermietung und Verpachtung dar, wenn der Vermieter mindestens ein Drittel seiner regelmäßigen Arbeitszeit für das Objekt dort verrichtet.
Vorweggenommene Aufwendungen für die eigene Bestattung sind keine außergewöhnlichen Belastungen
Finanzgericht Münster, Urteil vom 23.06.2025, 10 K 1483/24 E
Eine lebzeitige Bestattungsvorsorge führt nicht zu zwangsläufig größeren Aufwendungen als der überwiegenden Mehrzahl der Steuerpflichtigen gleicher Einkommens- und Vermögensverhältnisse und gleichen Familienstandes. Darüber hinaus fehlt es an der Zwangsläufigkeit. Es handele sich um freiwillige Aufwendungen, für deren Übernahme keine rechtliche, tatsächliche oder sittliche Pflicht besteht.
Zur Bindungswirkung von Feststellungsbescheiden im Zusammenhang mit § 2a EStG 1990/1997 für die Steuerveranlagung eines Gesellschafters
BFH, Urteil vom 12.03.2025, I R 15/22 (NV)
Gegenstand und Wirkung der Verlustfeststellung nach § 2a Abs. 3 Satz 5 EStG 1990/1997
BFH, Urteil vom 12.03.2025, I R 8/24 (NV)
Soweit § 2a Abs. 3 Satz 5 EStG 1990/1997 von dem "am Schluss eines Veranlagungszeitraums nach den Sätzen 3 und 4 der Hinzurechnung unterliegenden und noch nicht hinzugerechneten (verbleibenden) Betrag" spricht, geht es um die gesonderte Feststellung des im Sinne eines Endbestandes am Schluss des jeweiligen Veranlagungszeitraums aufsummierten tatsächlich abgezogenen und noch nicht wieder hinzugerechneten ausländischen Verlusts. Ob der Steuerpflichtige insoweit jeweils einen Antrag im Sinne des § 2a Abs. 3 Satz 1 EStG 1990/1997 gestellt hatte, ist nicht Gegenstand dieser für die Höhe einer Hinzurechnung verbindlichen Feststellung.
Einkommensteuerliche Pflichten des Zwangsverwalters
BMF, Schreiben vom 17.07.2025
Das BMF-Schreiben wurde an das Gesetz zur Modernisierung des Personengesellschaftsrechts (MoPeG) und die erfolgten AO-Änderungen angepasst und neu gefasst.
Anpassung der GoBD
BMF, Schreiben vom 14.07.2025
Insbesondere aufgrund der Einführung der obligatorischen elektronischen Rechnung bei Umsätzen zwischen inländischen Unternehmern seit dem 01.01.2025 ergibt sich an verschiedenen Stellen Änderungsbedarf bei den GoBD.
Ermäßigter Steuersatz auf die Lieferung von Holzhackschnitzeln als Brennholz
BMF, Schreiben vom 15.07.2025
Das BMF hat zur Anwendung des ermäßigten Steuersatzes auf die Lieferung von Holzhackschnitzeln als Brennholz Stellung genommen. Das zunächst zum Thema ergangene BMF-Schreiben vom 17.04.2025 hat das BMF am 06.06.2025 zurückgezogen.
Änderung des BMF-Schreibens zur Anwendung der Mitteilungsverordnung
BMF, Schreiben vom 07.07.2025
Das Anwendungsschreiben zur Mitteilungsverordnung und dessen Anlage 1 wurden punktuell geändert bzw. ergänzt.
Belegeinreichung in Elster - Neuerung in Baden-Württemberg
OFD Baden-Württemberg, Mitteilung vom 15.07.2025
Die neue Funktion RaBe steht für „Referenzierung auf Belege“ und bietet die Möglichkeit, dass die Belege durch das Finanzamt elektronisch angefordert werden. Mitarbeiter im Finanzamt können die digital verknüpften Belege elektronisch abrufen. Mit dieser Funktion soll der Prozess der Steuerveranlagung weiter beschleunigt werden.
Influencerinnen und Influencer im Visier der Finanzverwaltung
Freie und Hansestadt Hamburg, Pressemitteilung vom 17.07.2025
Hamburg hat bereits im Jahr 2022 eine Expertengruppe zur Besteuerung von Influencerinnen und Influencern und anderen Social-Media-Akteuren gegründet. Seit 2024 wird die Branche verstärkt im Rahmen einer sogenannten Branchenprüfung in den Fokus genommen.
Finanzverwaltung Nordrhein-Westfalen, Pressemitteilung vom 15.07.2025
Die Steuerfahndung analysiert aktuell ein Datenpaket mehrerer Social-Media-Plattformen mit 6.000 Datensätzen und einem steuerstrafrechtlichen Volumen von rund 300 Millionen Euro für Nordrhein-Westfalen. Ziel der Ermittlungen sind professionelle Influencer, die ihre steuerlichen Pflichten mit hoher krimineller Energie umgehen.
Capitalization of commission claims for insurance agents
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According to the German Federal Fiscal Court decision of April 30, 2025 (case no. X R 12-13/22), the date on which commission claims by insurance agents are to be capitalized is determined by the terms of the contract in each individual case.
No provision for future maintenance of trains
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According to the German Federal Fiscal Court ruling of February 19, 2025 (case no. XI R 11/22), a public-law maintenance obligation is not economically attributable to the past.
Deduction of interest expenses with only indirect connection to tax-free income
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In its decision of December 13, 2023 (case no. XI R 39/20), the German Federal Fiscal Court ruled on the deductibility of interest expenses from so-called pool financing at a credit institution.

