Bestehende Managementsysteme für die zukünftige Nachhaltigkeitsberichterstattung nutzen
Die erste Berichtssaison unter vielfach freiwilliger Anwendung der Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) liegt hinter uns und hat deutlich gemacht: Eine mit den European Sustainability Reporting Standards (ESRS) konforme Nachhaltigkeitsberichterstattung ist alles andere als trivial. Unabhängig davon, ob Unternehmen gesetzlich verpflichtet oder freiwillig berichten, stehen sie vor der Herausforderung, eine Vielzahl teils neuer, komplexer Datenpunkte systematisch zu erfassen, zu bewerten und transparent offenzulegen. Besonders herausfordernd ist dabei die Integration von Umwelt-, Sozial- und Governance-Themen in bestehende Berichts- und Steuerungsprozesse. In der Praxis zeigt sich, dass es nicht selten an klaren Verantwortlichkeiten, etablierten Datenstrukturen und internem Know-how zur Auslegung der regulatorischen Vorgaben mangelt. Die gute Nachricht: Das muss nicht so bleiben. Denn viele Unternehmen verfügen vielfach bereits über entsprechende Strukturen und Datenquellen – etwa durch bestehende Managementsysteme –, ohne dass dies den Verantwortlichen in vollem Umfang bewusst ist.
Vor diesem Hintergrund sollten Unternehmen gezielt Synergien mit bestehenden Managementsystemen wie ISO 9001 (Qualität), ISO 14001 (Umwelt), ISO 45001 (Arbeitssicherheit), ISO 50001 (Energie) oder EMAS (EU-Öko-Audit) für ihre Berichtszwecke unter die Lupe nehmen. Denn mittels der implementierten Managementsysteme können nicht nur bereits relevante Umwelt- und Arbeitssicherheitsdaten generiert werden, sondern sie bieten auch erprobte Prozesse zur Zielsetzung, Maßnahmenplanung und Erfolgskontrolle. Durch eine strategische Verzahnung mit der Nachhaltigkeitsberichterstattung lassen sich Aufwände reduzieren, Prozesse optimieren sowie die Datenqualität erhöhen. Damit kann dann nicht nur regulatorische Konformität erreicht werden, sondern es entsteht auch ein echter Beitrag zur nachhaltigen Unternehmensführung.

