Steigende finanzielle Anforderungen, neue regulatorische Vorgaben und laufende Änderungen im Steuerrecht stellen Kommunen und andere öffentliche Organisationen vor anspruchsvolle Aufgaben. Gleichzeitig gilt es, neue Entwicklungen frühzeitig einzuordnen und ihre konkreten Auswirkungen auf die Praxis im Blick zu behalten.

Unser aktueller Newsletter greift deshalb mehrere Themen auf, die für den öffentlichen Sektor derzeit besonders relevant sind: von aktuellen BMF-Schreiben zum Vorsteuerabzug und zur umsatzsteuerlichen Organschaft über die Behandlung von Kulturkostenzuschüssen bis hin zu den Auswirkungen von NIS-2 auf den öffentlichen Sektor. Darüber hinaus zeigen wir, wie Kommunen Investitionen strategisch priorisieren und damit trotz begrenzter finanzieller Spielräume handlungsfähig bleiben können.

Entdecken Sie unsere aktuellen Beiträge und erfahren Sie, welche Entwicklungen Sie jetzt im Blick behalten sollten.

Wir wünschen Ihnen eine informative und erkenntnisreiche Lektüre.

Inhalt

BMF-Schreiben zum Vorsteuerabzug und unentgeltlichen Wertabgabe; Änderung des Nutzungs-verhältnisses zwischen unternehmerischen Bereich und nichtwirtschaftlicher Tätigkeit i. e. S.

Das BMF-Schreiben vom 01.04.2026 vollzieht einen Systemwechsel bei der umsatzsteuerlichen Behandlung nachträglicher Nutzungsänderungen gemischt genutzter Gegenstände.

BMF-Schreiben zur Organschaft: Innenleistungen bleiben auch im nichtwirtschaftlichen Bereich im engeren Sinne nicht steuerbar

Das BMF hat mit Schreiben vom 01.04.2026 (III C 2 – S 7105/00035/008/056) auf aktuelle Entscheidungen des EuGH und des BFH reagiert. Für juristische Personen des öffentlichen Rechts (KöR) ist die Kern-Aussage besonders wichtig.

Umsatzsteuerliche Behandlung der Zahlung sog. „Kultur-kostenzuschüsse“ durch die öffentliche Hand, FG Schleswig-Holstein Urt. v. 23.04.2026 – 4 K 112/25

Im Rahmen des Verfahrens vor dem FG Schleswig-Holstein hatte der 4. Senat folgenden Sachverhalt zu entscheiden:Die Stadt A betrieb eine Messehalle. Im Rahmen einer Neuausrichtung sollte diese Halle an die Pächterin, die spätere Klägerin, verpachtet werden...

Vorsteuerabzug bei später Rechnung: Was KöR jetzt im Blick behalten sollten EuG v. 11.02.2026 – T-689/24

Für den Vorsteuerabzug gilt in der Praxis ein einfacher Grundsatz: Wer Umsatzsteuer aus einer Eingangsleistung als Vorsteuer geltend machen möchte, benötigt hierfür grundsätzlich eine ordnungsgemäße Rechnung. In dem vom EuG entschiedenen Fall hatte eine polnische Gesellschaft Gas- und Stromlieferungen bereits in einem bestimmten Steuerzeitraum bezogen. 

NIS-2 in Deutschland: Auswirkungen auf den öffentlichen Sektor

Die Umsetzung der NIS-2 Richtlinie in Deutschland führt zu einer deutlichen Ausweitung der Anforderungen im Bereich der Cybersicherheit und betrifft neben Unternehmen auch den öffentlichen Sektor. 

Kommunale Investitionen strategisch priorisieren

Der Investitionsbedarf steigt, doch finanzielle Mittel und personelle Kapazitäten bleiben begrenzt. Viele Kommunen und öffentliche Unternehmen müssen deshalb entscheiden, welche Vorhaben priorisiert und welche zunächst zurückgestellt werden.

Dieser Artikel wurde verfasst von

Andreas Jürgens
BDO Concunia GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Geschäftsführer
Wirtschaftsprüfer, Steuerberater, Partner, Audit & Assurance