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VAT Update | Dezember 2021

Datum: 03. Dezember 2021
Zeit: 11:00 - 12:00 Uhr
WEB SEMINAR

  

Annette Pogodda-Grünwald
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  • WEB SEMINAR
  • Ihre Referentin

Anmeldung

Das Jahr neigt sich mit großen Schritten dem Ende entgegen – und wir freuen uns, Sie zu unserem „Jahresend“-Web Seminar aus der Reihe „VAT Update“ einzuladen. In diesem Termin wird es nicht nur um die Besteuerung von Umsätzen im Tankkartengeschäft gehen (Entwurfsschreiben des BMF), sondern auch um Rechtsprechung rund um die Ausstellung und Korrektur von Rechnungen. Außerdem halten wir Rechtsprechung zur Steuerentstehung bei Ratenzahlungen für Sie bereit und werfen einen Blick auf die Vordruckmuster 2022 (Umsatzsteuer-Voranmeldung und Umsatzsteuererklärung).

  • Das BMF-Schreiben zu den Umsätzen im Tankkartengeschäft, welches aktuell im Entwurf vorliegt, soll bereits ab dem 1. Januar 2022 gelten. Darin vollzieht die Finanzverwaltung einen grundlegenden Meinungswechsel: Tankkartenumsätze sollen grundsätzlich als Kreditgewährungsumsätze zu behandeln sein. Das BMF folgt damit der Rechtsprechung des EuGH in der Sache Vega International und gibt seine bisherige Auffassung auf. Für die betroffenen Unternehmen ergibt sich daraus ein erheblicher Umstellungsaufwand.
  • In seinem Urteil vom 21.Oktober 2021 (Rs. C-80/20, Wilo Salmson) stellt der EuGH klar, dass ein Vorsteuer-Erstattungsanspruch nur geltend gemacht werden kann, wenn der Steuerpflichtige im Besitz einer ordnungsgemäßen Rechnung ist. Ist das ursprüngliche Abrechnungsdokument so fehlerhaft, dass es inhaltlich nicht als Rechnung angesehen werden kann, besteht ein Recht auf Vorsteuerabzug immer für den Zeitpunkt, in dem der Steuerpflichtige erstmals in Besitz einer Rechnung im Sinne der Mehrwertsteuerrichtlinie gelangt. Anders als der BFH und die deutsche Finanzverwaltung legt der EuGH in seinem Urteil keine Mindestangaben einer berichtigungsfähigen Rechnung fest. Welche Auswirkung das EuGH-Urteil auf das deutsche Verständnis hat, stellen wir in unserem Web Seminar ausführlich dar.
  • Mit Urteil vom 17. September 2020 (11 K 323/19) hatte das FG Niedersachsen entschieden, dass trotz fehlenden Ausweises von Umsatzsteuer (Mindestangabe) eine rückwirkende Rechnungsberichtigung in den Fällen möglich ist, in denen Leistender und Leistungsempfänger irrtümlich von der Anwendung des Reverse-Charge-Verfahrens ausgehen. Das FG Niedersachen begründet dies damit, dass in Fällen, in denen das Umsatzsteuergesetz einen Steuerausweis verbietet, die Mindestanforderung des Steuerausweises entfallen müsse. Das Urteil ist beim BFH anhängig (V R 33/20).
  • Der EuGH hat mit Urteil vom 28. Oktober 2021 (Rs. C-324/20, X-Beteiligungsgesellschaft mbH) zur Steuerentstehung bei Vermittlungsleistungen geurteilt. Der EuGH entschied, dass bei einer einmaligen (nicht zeitraumbezogenen) Vermittlung eines Grundstücks mit sich anschließender Ratenzahlung des Honorars die Umsatzsteuer im Jahr der Erbringung der Vermittlungsleistung entsteht und nicht anteilig erst in dem Zeitpunkt, in dem die jeweilige Rate bezahlt wird. In diesem aktuellen Urteil kommt der EuGH also zu einer anderen Entscheidung als in dem Urteil aus 2018, bei dem ebenfalls Ratenzahlungsgeschäfte zu Grunde lagen. Unser Web Seminar wird die beiden Urteile gegenüberstellen und Hinweise für die Praxis geben.
  • Mit BMF-Schreiben vom 11. Oktober 2021 veröffentlichte das BMF die Muster der neuen Vordrucke für die Umsatzsteuer-Voranmeldung und die Umsatzsteuererklärung. Die Änderungen gegenüber den Vordrucken des Jahres 2021 und mögliche Besonderheiten werden wir genauer betrachten.

Wie immer werden wir Ihnen praxisnah den Stand der Dinge anhand von umfangreichen Fallbeispielen zu den oben genannten Themenkomplexen erläutern sowie Chancen und Risiken aufzeigen.

Für alle Rückfragen rund um unsere Web Seminare wenden Sie sich bitte an [email protected].

Dieses Web Seminar ist für Sie kostenfrei!

 


Annette Pogodda-Grünwald

Partner
Leiterin Fachbereich Umsatzsteuer,
Steuerberaterin
[email protected]