Web Seminar

VAT Update | Februar 2024

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23 Februar 202411:00 - 12:00 Uhr

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Auch im Februar 2024 laden wir Sie wieder herzlich zu unserem Web Seminar aus der Reihe „VAT Update“ ein. In unserer aktuellen Veranstaltung werfen wir zunächst einen Blick auf das Zusammenspiel zwischen zu viel in Rechnung gestellter Umsatzsteuer (unrichtig oder unberechtigt nach § 14c UStG) und der Gefährdung des Steueraufkommens. Im zweiten Themenblock greifen wir neue Impulse zu der Fragestellung auf, die sich im Zusammenhang mit unentgeltlichen Überlassungen ergeben. Zum einen hat der BFH sich gerade mit diesem Themenkomplex auseinandergesetzt. Hierbei stand die Frage im Mittelpunkt, ob ein Gesellschafter einer Personengesellschaft eine Leistung an diese erbringt, obwohl die spätere Nutzungsüberlassung unentgeltlich erfolgt. Zum anderen setzen wir uns mit der Frage des Vorsteuerabzuges u.a. aus Erschließungsmaßnahmen auseinander. Das BMF äußert sich zu der höchstrichterlichen Rechtsprechung in diesem Zusammenhang ablehnend.  
 
  • Das FG Köln hat aktuell zu der Frage Stellung bezogen, ob eine Steuerschuld aufgrund eines zu hohen Steuerausweises vorliegen kann. Ursprünglich als steuerpflichtig in Rechnung gestellte Leistungen werden vom Finanzamt als steuerfreie Leistungen beurteilt. Folglich setzt das Finanzamt die in den Rechnungen ausgewiesene Steuer als unrichtig in Rechnung gestellte Steuer nach § 14c UStG fest. Hiergegen wendet sich die Klägerin, da die überwiegende Anzahl der Leistungsempfänger nicht zum Vorsteuerabzug berechtigt waren. Folglich, so die Argumentation der Klägerin, liegt auch keine Gefährdung des Steueraufkommens vor, sodass es zu keiner Steuerschuld aufgrund des Steuerausweises kommt. Die Klägerin beruft sich dabei auf das EuGH Urteil in der Rechtsache Finanzamt Österreich (C-378/21).
  •  Der BFH hat zuletzt zu den umsatzsteuerlichen Konsequenzen Stellung genommen, wenn einer unentgeltlichen Überlassung eines Gebäudes vom Gesellschafter an die Personengesellschaft die Erstattung eines bestimmten Teils der Errichtungskosten des zu überlassenden Gebäudes vorhergeht. Hierbei stand die Frage im Mittelpunkt, ob der überlassende Gesellschafter eine Leistung an die Personengesellschaft erbringt und ihm daher auch der Vorsteuerabzug aus zugehörigen Eingangsleistungen zusteht, obwohl die spätere Nutzungsüberlassung unentgeltlich erfolgen soll. Im Übrigen geht der BFH auf die Frage ein, ob ggf. die Mindestbesteuerung im Verhältnis zwischen Gesellschafter und Personengesellschaft zur Anwendung gelangt.
  •  Das BMF hat in einem aktuellen Schreiben die Grundsätze des EuGH Urteils Mitteldeutsche Hartstein-Industrie aufgegriffen. Nach diesen Grundsätzen ist, abweichend von der bisherigen Rechtsprechung, vorgesehen, dass der Vorsteuerabzug aus einem mittelbar unternehmerisch veranlassten Leistungsbezug zulässig ist, der unentgeltlich an einen Dritten weitergeliefert wird. Auch eine daraus resultierende unentgeltliche Wertabgabe wird nicht besteuert, wenn kein unversteuerter Endverbrauch droht.
 
Wie gewohnt werden wir Ihnen unsere Themen anhand von umfangreichen Fallbeispielen zu den oben genannten Neuerungen erläutern sowie Risiken und Chancen aufzeigen. Für Sie wichtige Vorgänge aus Verwaltung und Rechtsprechung, die bis zu unserem Veranstaltungstermin bekannt werden, finden in der Regel ebenfalls Eingang in unsere Veranstaltung.  

Für alle Rückfragen rund um unsere Web Seminare wenden Sie sich bitte an vat.events@bdo.de.

Dieses Web Seminar ist für Sie kostenfrei! 

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