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Studie:

Krankenhausstudie 2013 - Neue Wege der Partnersuche

01. Januar 2013

Keine andere strategische Maßnahme hat einen größeren und nachhaltigeren Einfluss auf die Wettbewerbsfähigkeit als die Fusion zweier Krankenhäuser. Sie stellt einen Eingriff in ein System dar, der mit Blick auf sein Chancen-Risiko-Verhältnis am ehesten in der Herzchirurgie sein medizinisches Pendant findet. Die Chancen sind vielfältig und groß. Dies hat bereits in der jüngeren Vergangenheit viele deutsche Kliniken dazu bewogen, Kooperationsgespräche zu führen und entsprechende Zusammenschlüsse einzugehen. Aber eine Fusion hat auch Risiken. Die Auswirkungen auf alle Bereiche und Funktionen im Krankenhaus sind umfassend und langfristig. Von den Veränderungen sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Krankenhäuser ebenso betroffen wie die Führungskräfte und die Verantwortlichen auf der Trägerseite.

Im Auftrag der BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft hat das Meinungsforschungsinstitut TNS Emnid Möglichkeiten und Grenzen (trägerübergreifender) Fusionen, insbesondere zwischen kommunalen und konfessionellen Häusern untersucht. Überraschendes Ergebnis: Eine der bisher wichtigsten Voraussetzungen einer Fusion, die gleiche Trägerschaft, wird künftig an Bedeutung verlieren.

Wir sind überzeugt, dass die Ergebnisse der Krankenhausstudie 2013 den Entscheidungsverantwortlichen bei der Prüfung, der Planung und dem Management von Fusionen eine wertvolle Entscheidungshilfe bieten. Im Sinne der Wettbewerbssicherung von Krankenhäusern bleibt zu hoffen, dass sich in Zukunft die betriebswirtschaftlich-rationalen Argumente für eine Fusion – und davon gibt es einige – gegenüber emotionalen Vorbehalten stärker durchsetzen.
 

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