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Publikation:

Grundsteuerreform - Droht ein bundesweiter Flickenteppich bei der Grundsteuer?

07. Oktober 2020

Roland Speidel, Senior Manager, Grundsatzabteilung Tax & Legal |
Heino Tunnat, Partner |
Patrick Bernd Findeis, Tax Partner, Leiter Tax Technology |

Am 10. April 2018 hatte das Bundesverfassungsgericht die Vorschriften zur Einheitsbewertung als Bemessungsgrundlage für die Grundsteuer für verfassungswidrig erklärt. Ende 2019 wurde das Grundsteuerreformgesetz verabschiedet.

Die Reform sieht vor, dass die Bundesländer auf den 01. Januar 2022 die neuen Grundsteuerwerte feststellen und die neuen Regelungen zum 31. Dezember 2024 umsetzen müssen. Erstmalig soll ab dem 1. Januar 2025 die Grundsteuer mit den neuen Grundsteuerwerten erhoben werden. Bis dahin wird die Grundsteuer weiterhin nach den bestehenden Regelungen erhoben.

Neben dem Bundesmodell wurde den Bundesländern durch eine Länderöffnungsklausel die Möglichkeit gegeben, ein eigenständiges Bewertungsmodell zu entwickeln. Seitdem prüfen einige Bundesländer die Inanspruchnahme der Länderöffnungsklausel und diskutieren über alternative Bewertungsmodelle für die Grundsteuer. Es ist absehbar, dass in den einzelnen Bundesländern zukünftig verschiedene Grundsteuermodelle anzuwenden sind. Bundesweit investierte Immobilieneigentümer müssen sich daher mit einer Vielzahl von Grundsteuermodellen auseinandersetzen und entsprechenden Steuererklärungspflichten nachkommen.