COVID-19:

UPDATE: Corona-Krise | steuerliche Maßnahmen

25. Juni 2020

Roland Speidel , Senior Manager, Grundsatzabteilung Steuern und wirtschaftsrechtliche Beratung |
Katrin Driesch , Senior Managerin, Grundsatzabteilung Steuern und wirtschaftsrechtliche Beratung, Dipl.-Kffr. |

Der Einfluss der Corona-Krise auf die Gesellschaft und das öffentliche Leben in Deutschland ist unverändert enorm. Was noch kommen wird, kann auch weiterhin niemand absehen. Erst recht schwer einzuschätzen ist, welche kurz-, mittel- und langfristigen Folgen die derzeitige Situation für die Wirtschaft haben wird. Die Corona-Krise bringt für Unternehmen und ihre Verantwortlichen Tag für Tag Handlungsbedarf mit sich.

Die Gesetzgebung hat weitreichende Maßnahmenpakete für Unternehmen zur möglichen Abmilderung der Corona-Krise auf den Weg gebracht. Aktuell befindet sich das „Zweite Corona Steuerhilfegesetz“ im Gesetzgebungsverfahren: zentraler Punkt ist die befristete Absenkung der Umsatzsteuersätze; aber auch beim Verlustrücktrag nach 2019, den Abschreibungen oder den Fristen für Reinvestitionen etc. sind vorteilhafte Änderungen vorgesehen. Bereits das zuvor vom Bundestag und Bundesrat beschlossene Corona-Steuerhilfegesetz sieht insbesondere die Anwendung des ermäßigten Umsatzsteuersatzes für in der Gastronomie erbrachte Restaurant- und Verpflegungsleistungen vor.

Daneben bestehen weiterhin die bereits beschlossenen Erleichterungen beim Kurzarbeitergeld, Ansprüche auf Zuschüsse und Förderprogramme zur Liquiditätsverbesserung (z. B. KfW-Darlehen), verlängerte Fristen zur Insolvenzantragspflicht, zivil- und gesellschaftsrechtliche Regelungen und staatliche Entschädigungsverpflichtungen sowie insbesondere auch viele steuerrechtliche Maßnahmen zur Entlastung betroffener Unternehmen: Mit entsprechenden Erlassen haben Bundes- und Landesregierungen sowie Finanzverwaltung gleich zu Beginn der Krise Erleichterungen durch erweiterte Stundungs- und eingeschränkte Vollstreckungsmaßnahmen eingeführt und die Anpassung von Vorauszahlungen für Einkommen-, Körperschaft- und Gewerbesteuer erheblich vereinfacht. Auch eine Herabsetzung und Erstattung von Umsatzsteuersondervorauszahlungen ist bundesweit möglich.

Mit unserer ausführlichen Darstellung möchten wir Ihnen einen Überblick und notwendige Erläuterungen zu den einzelnen Maßnahmen geben.