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Artikel:

Aktivitäten auf europäischer Ebene Januar 2017

09. Januar 2017

EFRAG-Konsultation zur Übernahme von IFRS 16 „Leasingvereinbarungen“

Jeder vom IASB verabschiedete neue Standard wird im Rahmen eines endorsement-Verfahrens, an dem die EFRAG maßgeblich beteiligt ist, und auf Basis der Beurteilungskriterien gem. IAS-Verordnung geprüft. Ein neuer Standard muss demnach u.a. von „öffentlichem europäischen Interesse“ sein. Dies wird auf Basis der Ausgewogenheit der qualitativen Anforderungen und der Abwägung von Kosten und Nutzen beurteilt. Nach dem formell zu durchlaufenden Prozess kann die EFRAG eine Übernahmeempfehlung an die Europäische Kommission aussprechen. Der Übernahmeprozess bezüglich IFRS 16 hat aufgrund der weitreichenden Auswirkung auf betroffene Unternehmen besondere Bedeutung erlangt. Am 12. Oktober 2016 hat die EFRAG ein vorläufiges Konsultationsdokument bezüglich der Übernahme von IFRS 16 in europäisches Recht herausgegeben. Die qualitativen Anforderungen sind demnach (vorläufig) erfüllt. Ebenso erkennt die EFRAG keine Wettbewerbsnachteile von europäischen Unternehmen aufgrund der diesbezüglichen, nicht vollständig erreichten Konvergenz mit den Vorschriften nach US-GAAP. Hinsichtlich des Kosten-Nutzen-Verhältnisses hat die EFRAG noch keine abschließende Meinung geäußert. Die weiteren Arbeiten der EFRAG haben vermutlich noch Einfluss auf die Beurteilung zur Übernahme.

Endgültige EFRAG-Stellungnahme zum ED/2016/1 „Definition eines Geschäftsbetriebs und Bilanzierung zuvor gehaltener Anteile (Vorgeschlagene Änderungen an IFRS 3 und IFRS 11)“

Die EFRAG nimmt zu den vom IASB vorgeschlagenen Änderungen an IFRS 3 und IFRS 11 Stellung. Grundsätzlich begrüßt die EFRAG die Vorschläge des IASB. Folgende Anmerkungen veröffentlicht sie in der Stellungnahme vom 9. November 2016:

  • Die EFRAG begrüßt, dass der IASB einen umfassenderen Rahmen zur Abgrenzung zwischen Geschäftsbetrieben und Gruppen von Vermögenswerten zur Verfügung stellt und damit den Arbeitsaufwand für die Ersteller vermindert.
  • Der vorgesehene zweistufige Test (screening test) könnte indes nach wie vor zu teilweise nicht sachgerechten Ergebnissen führen. Es wird jedoch anerkannt, dass die Entwicklung eines solchen Tests schwierig ist.
  • Die beiden Kriterienkataloge, welche in Abhängigkeit vom Vorliegen von Leistungen (outputs) anzuwenden sind, werden unterstützt. Es werden lediglich Vorschläge zur weiteren Detaillierung unterbreitet.
  • Die Bereitstellung der erläuternden Beispiele wird begrüßt. Die EFRAG schlägt vor, Beispiele nur für solche Sachverhalte bereitzustellen, die ein hohes Maß an Ermessen verlangen.

Die EFRAG fordert den IASB und den Financial Accounting Standard Board (FASB) dazu auf, zu konvergierten Lösungen zu kommen.  

Übernahme der Änderungen an IFRS 4 in Bezug auf IFRS 9 scheinen der IFRS 9-Übernahme zu folgen (EFRAG)

Um den Bedenken aufgrund der unterschiedlichen Erstanwendungsdaten von IFRS 9 und dem neuen Versicherungsstandard Rechnung zu tragen, hat der IASB im Dezember 2015 ED/2015/11 Applying IFRS 9 Financial Instruments with IFRS 4 Insurance Contracts (Proposed amendments to IFRS 4) veröffentlicht. Die EFRAG hat den Entwurf einer Übernahmeempfehlung zu diesen vorgesehenen Änderungen am 15. November 2016 veröffentlicht. Ohne die Übernahmeempfehlung einzuschränken, wird mit Bezug zu den vom IASB vorgeschlagenen Änderungen auf die kostenseitigen Bedenken einer Reihe von Unternehmen hingewiesen.

EFRAG-Übernahmeempfehlung hinsichtlich der Änderung an IFRS 2

Die Änderungen an IFRS 2 betreffen die Klassifizierung und Bewertung von Geschäftsvorfällen mit anteilsbasierter Vergütung. Die EFRAG gibt – nach einer erfolgten Konsultation - eine uneingeschränkte Übernahmeempfehlung heraus, da sie sowohl die Einschätzung der Änderungen vor dem Hintergrund der Übernahmekriterien der EU als auch die Einschätzung hinsichtlich der Kosten und des Nutzens, die sich aus der Übernahme der Änderung ergeben, unterstützt.

EFRAG fordert Leitlinien zur Asymmetrie im Rahmenkonzept des IASB

Die EFRAG unterstützt die Entscheidung des IASB, in seinem Rahmenkonzept anzuerkennen, dass in Rechnungslegungsstandards teilweise Asymmetrien (accounting mismatches) entstehen können. Nichtsdestotrotz fordert die EFRAG eine weitergehende Ausformulierung von Leitlinien im Hinblick auf den Umgang mit solchen Asymmetrien bei Ansatz und Bewertung.

Mehr Informationen finden Sie in unserem Fachbereich Rechnungslegung.

EBA berichtet über die Analyseergebnisse zu den Auswirkungen von IFRS 9 auf Banken

Die Europäische Bankenaufsichtsbehörde (European Banking Authority, EBA) hat eine Auswirkungsanalyse hinsichtlich der Anwendung von IFRS 9 „Finanzinstrumente“ bei rund 50 Finanzinstituten vorgenommen. Die EBA hat sowohl qualitative als auch quantitative Aspekte untersucht.

EBA will zweite Auswirkungsanalyse zu IFRS 9 durchführen

Die EBA führt aufbauend auf den vorstehenden Ergebnissen der Auswirkungsanalyse zu IFRS 9 eine weitere Analyse durch. Die EBA geht davon aus, dass die Finanzinstitute (Stichprobe von 50 Instituten in der EU) detailliertere und konkretere Antworten zu den Auswirkungen von IFRS 9 auf das regulatorische Eigenkapital der Banken, zu dem Zusammenwirken von IFRS 9 und anderen aufsichtsrechtlichen Vorschriften sowie zu Umsetzungsproblemen bei IFRS geben können. Die Fragestellungen ähneln denen der ersten Analyse. Die Erhebung enthält darüber hinaus Fragen zu spezifischen Aspekten wesentlicher Themenfelder aus der ersten Anwendungsanalyse.