Wir verwenden Cookies auf unserer Webseite, um Ihren Besuch effizienter zu machen und Ihnen eine möglichst angenehme Nutzung bieten zu können und die Zugriffe auf unsere Website zu analysieren. Dafür setzen wir Google Analytics ein. Weitere Informationen finden Sie in unserer DATENSCHUTZERKLÄRUNG.
  • Corporate Social Responsibility

Nichtfinanzielle (Konzern-) Erklärung

Berichterstattung im (Konzern-) Lagebericht

Unabhängig von der freiwilligen Berichterstattung in Form eines umfassenden Nachhaltigkeitsberichts enthalten die nachfolgend genannten Vorschriften des HGB Regelungen zur Berichterstattung mit Nachhaltigkeitsbezug im (Konzern-) Lagebericht; insbesondere zur nichtfinanziellen (Konzern-) Erklärung:

  • Für große Kapital- bzw. Personenhandelsgesellschaften besteht gem. §§ 289 Abs. 3 und 315 Abs. 3 HGB die Verpflichtung, im Rahmen der Lageberichterstattung in der Analyse des Geschäftsverlaufs und der Lage der Gesellschaft bzw. des Konzerns über nichtfinanzielle Leistungsindikatoren, wie Umwelt- und Arbeitnehmerbelange, zu berichten, soweit diese für das Verständnis des Geschäftsverlaufs oder der Lage des Unternehmens bzw. des Konzerns von Bedeutung sind. Darüber hinaus sind nach §§ 289 Abs. 1 Satz 4 und 315 Abs. 1 Satz 4 HGB auch Aspekte der Nachhaltigkeit, die sich wesentlich auf die künftige Entwicklung des Unternehmens bzw. des Konzerns auswirken, mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken zu beurteilen bzw. zu erläutern.
     
  • Des Weiteren haben Unternehmen i.S.v. § 289f Abs. 1 HGB in der (Konzern-) Erklärung zur Unternehmensführung zusätzliche Angaben nach §§ 289f Abs. 2 Nr. 2 und § 315d HGB zu machen, sofern die Unternehmensleitung eine freiwillige Selbstverpflichtung eingegangen ist, die Unternehmensführung an den Zielen einer nachhaltigen Entwicklung auszurichten.
  • Zusätzlich sind nach §§ 289b bis 289e, 315b und 315c HGB bestimmte Unternehmen verpflichtet, in ihrem (Konzern-) Lagebericht eine nichtfinanzielle (Konzern-) Erklärung abzugeben. Dieser Verpflichtung unterliegen große kapitalmarktorientierte Kapitalgesellschaften und große kapitalmarktorientierte haftungsbeschränkte Personenhandelsgesellschaften, große Kreditinstitute und große Versicherungen, mit im Jahresdurchschnitt mehr als 500 Arbeitnehmern. Die analoge Verpflichtung besteht für Mutterunternehmen, die kapitalmarktorientiert sind und im Konzern im Jahresdurchschnitt mehr als 500 Arbeitnehmer beschäftigen. Gegenstand dieser nichtfinanziellen (Konzern-) Erklärung sind Angaben mindestens zu Umwelt-, Sozial- und Arbeitnehmerbelangen, zur Achtung der Menschenrechte und zur Bekämpfung von Korruption und Bestechung. Grundsätzlich sind solche Angaben zu publizieren, die für das Verständnis des Geschäftsverlaufs, des Geschäftsergebnisses, der Lage des Unternehmens sowie für das Verständnis der Auswirkungen der Tätigkeit des Unternehmens auf die oben genannten Aspekte erforderlich sind. Zu diesen Aspekten müssen Unternehmen die verfolgten Konzepte, einschließlich der angewandten Due-Diligence-Prozesse, die Ergebnisse der Konzepte, die wesentlichen Risiken, die mit der eigenen Geschäftstätigkeit bzw. mit den Geschäftsbeziehungen, Produkten und Dienstleistungen des Unternehmens verknüpft sind, wenn diese sehr wahrscheinlich schwerwiegende negative Auswirkungen auf die o.g. Aspekte haben oder haben werden, und die Handhabung dieser Risiken darstellen. Darüber hinaus sind die bedeutsamsten nichtfinanziellen Leistungsindikatoren, die für die Geschäftstätigkeit des Unternehmens von Bedeutung sind, anzugeben bzw. zu beschreiben. Diese Angaben können entweder im (Konzern-) Lagebericht oder in einem gesonderten nichtfinanziellen (Konzern-) Bericht erfolgen, sofern dieser zusammen mit dem (Konzern-) Lagebericht offengelegt wird oder nicht später als 4 Monate nach dem Bilanzstichtag auf der Unternehmenswebsite öffentlich zugänglich gemacht wird und der (Konzern-) Lagebericht darauf verweist.

    Zur entsprechenden Richtlinie des Europäischen Parlaments und des Rates bzw. den Mitteilungen der EU-Kommission siehe:

    Richtlinie 2014/95/EU des Europäischen Parlaments und des Rates

    Leitlinien für die Berichterstattung über nichtfinanzielle Informationen

    Leitlinien für die Berichterstattung über nichtfinanzielle Informationen: Nachtrag zur klimabezogenen Berichterstattung

 

Prüfung der nichtfinanziellen (Konzern-)Erklärung

Im Gegensatz zum Nachhaltigkeitsbericht, als einem freiwilligen Instrument der Rechenschaftslegung über ökonomische, ökologische und soziale Aspekte der unternehmerischen Tätigkeit, hat der Gesetzgeber die Verpflichtung zur inhaltlichen Prüfung der nichtfinanziellen (Konzern-) Erklärung bzw. des gesonderten nichtfinanziellen (Konzern-) Berichts nach § 171 Abs. 1 AktG dem Aufsichtsrat auferlegt. Nach § 111 Abs. 2 AktG hat der Gesetzgeber dem Aufsichtsrat jedoch die Wahl eingeräumt, eine externe inhaltliche Prüfung der nichtfinanziellen (Konzern-) Erklärung bzw. des gesonderten nichtfinanziellen (Konzern-) Berichts zu beauftragen. Da Aufsichtsräte oftmals nicht über die personellen und zeitlichen Ressourcen verfügen, um eine solche Prüfung durchzuführen, machen diese zunehmend von dem gesetzlich eingeräumten Wahlrecht Gebrauch und beauftragen Wirtschaftsprüfer mit der externen inhaltlichen Überprüfung der nichtfinanziellen (Konzern-) Erklärung bzw. des gesonderten nichtfinanziellen (Konzern-) Berichts.

Die Vorteile einer freiwilligen Prüfung der nichtfinanziellen (Konzern-) Erklärung bzw. des gesonderten nichtfinanziellen (Konzern-) Berichts durch Wirtschaftsprüfer liegen in der Erhöhung der Glaubwürdigkeit dieser Berichterstattung und in der Unterstützung des Reputationserhalts bzw. Reputationsaufbaus des Unternehmens. Weitere Vorteile ergeben sich naturgemäß daraus, dass aus der umfangreichen Prüfungserfahrung von Wirtschaftsprüfern und den Erkenntnissen aus der Prüfungsdurchführung der unternehmensindividuellen nichtfinanziellen Berichterstattung wertvolle Hinweise zur Gestaltung der internen Prozesse, zu Verbesserungspotentialen zum Nachhaltigkeitsmanagement, zur Verankerung von Nachhaltigkeitsaspekten in der Corporate Governance, zur Gestaltung der Berichterstattung u.v.a.m. von den Wirtschaftsprüfern gegeben werden können.

Darüber hinaus tritt bei einer durchgeführten inhaltlichen Prüfung durch Wirtschaftsprüfer neben der Entlastung des Aufsichtsrats im Hinblick auf die ihm obliegende Pflicht zur inhaltlichen Prüfung auch eine gewisse Sicherung des Aufsichtsrats in seiner Überwachungsfunktion ein.

Unser Service

Wir unterstützen Sie gerne im Rahmen einer Aufstellung Ihrer nichtfinanziellen (Konzern-) Erklärung bzw. Ihres gesonderten nichtfinanziellen (Konzern-) Berichts. Diese Leistungen können darin bestehen, Ihr Unternehmen bei der Konzeption der nichtfinanziellen Berichterstattung, bei der Analyse der wesentlichen Themen, bei der Auswahl eines für Ihr Unternehmen geeigneten Rahmenwerks, bei der Einrichtung von Systemen der Datenerfassung und des Monitoringverfahrens, bei der Erfassung und Konsolidierung der konzernweit erhobenen Daten und bei der Erstellung der nichtfinanziellen Berichterstattung zu unterstützen.

Alternativ stehen wir Ihnen als Wirtschaftsprüfungsgesellschaft zur Prüfung der nichtfinanziellen (Konzern-) Erklärung bzw. des gesonderten nichtfinanziellen (Konzern-) Berichts zur Verfügung. Der in der weit überwiegenden Mehrzahl angewandte Prüfungsstandard ist der ISAE 3000 (Revised) „Assurance Engagements other than Audits or Reviews of Historical Financial Information“, herausgegeben vom International Auditing and Assurance Standards Board. Hiernach können Prüfungen zur Erlangung einer begrenzten oder hinreichenden Sicherheit durchgeführt werden.

Unsere Produktblätter sowie Neuigkeiten zu diesem Thema finden Sie nachfolgend in unserem Veröffentlichungsbereich. 

Unsere Expertise finden Sie hier.