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  • Corporate Social Responsibility

Sustainable Finance

Durch das Pariser Klimaschutzabkommen am 12. Dezember 2015 haben sich die UN-Mitgliedsstaaten zu einer klimafreundlichen Weltwirtschaft verpflichtet. Anhand des Klimavertrags soll die Erderwärmung auf deutlich weniger als 2°C begrenzt und eine Anpassung an den Klimawandel sowie eine Reduzierung von dessen Folgen ermöglicht werden. Um u.a. ein nachhaltiges Wirtschaftswachstum sicherzustellen, muss das Finanzsystem so aufgestellt sein, dass eine Umlenkung auf nachhaltigere Investitionen stattfindet. Daher wird dem Finanzsystem eine besondere Rolle zur Verfolgung einer umweltfreundlichen Wirtschaft zugeschrieben.

Die Task Force on Climate-related Financial Disclosures (TCFD) veröffentlichte 2017 Empfehlungen, die Unternehmen dabei unterstützen sollen, klimabezogenen Risiken und Chancen besser zu verstehen, in ihr Unternehmen zu integrieren sowie über diese zu berichten. Diese Empfehlungen wurden zudem in den Leitlinien für die Berichterstattung über nichtfinanzielle Informationen: Nachtrag zur klimabezogenen Berichterstattung (siehe NFE) berücksichtigt.

Neben freiwilligen Empfehlungen bestehen jedoch zunehmend gesetzliche Regelungen im Bereich Sustainable Finance. Auf Grundlage der von der eingesetzten High-level Expert Group on Sustainable Finance (HLEG) erarbeiteten Empfehlungen zu einem nachhaltigen Finanzwesen, veröffentlichte die Europäische Kommission 2018 den „Aktionsplan: Finanzierung nachhaltigen Wachstums“. Dieser umfasst mehrere Ziele sowie entsprechende Maßnahmen, um ein nachhaltiges Wirtschaftswachstum zu gewährleisten.

Task Force on Climate-related Financial Disclosures

Die Task Force on Climate-related Financial Disclosures (TCFD) wurde im Dezember 2015 ins Leben gerufen, um eine Berichterstattung zu fördern, die klimabezogene Informationen, insbesondere über die mit dem Klimawandel verbundenen Risiken, mit der Finanzberichterstattung kombiniert.

Im Jahr 2017 veröffentlichte die TCFD ihre Empfehlungen für eine klimabezogene Finanzberichterstattung, welche sich insbesondere mit den klimabezogenen Chancen und Risiken beschäftigt. Letztere lassen sich in zwei Arten von Risiken unterteilen: Den Übergangsrisiken, welche durch den Übergang zu einem klimafreundlicheren Wirtschaften hervorgerufen werden, sowie den physischen Risiken, die mit den physischen Folgen des Klimawandels einhergehen.

Der Fokus der Empfehlungen liegt darin, die finanziellen Auswirkungen der klimabezogenen Risiken und Chancen zu identifizieren und zu kommunizieren. Es soll dargestellt werden, inwiefern die identifizierten Risiken und Chancen die wirtschaftliche Lage eines Unternehmens, dessen Strategie sowie dessen Risikomanagement beeinflussen.

Die Empfehlungen der TCFD können Sie hier abrufen.

Aktionsplan: Finanzierung nachhaltigen Wachstums

Aufbauend auf den Empfehlungen der High-level Expert Group on Sustainable Finance (HLEG) zu einem nachhaltigen Finanzwesen veröffentlichte die Europäische Kommission den „Aktionsplan: Finanzierung nachhaltigen Wachstums“ im März 2018.

Eine entscheidende Maßnahme des Aktionsplans ist die Einführung eines EU-Klassifikationssystems für nachhaltige Wirtschaftstätigkeiten, die sogenannte EU-Taxonomie. Diese stuft Wirtschaftstätigkeiten als ökologisch nachhaltig ein, falls diese mindestens eines der folgenden sechs Ziele fördert und zugleich keines signifikant beeinträchtigt:

  • Klimaschutz,
  • Anpassung an den Klimawandel,
  • Nachhaltige Nutzung und Schutz von Wasser- und Meeresressourcen,
  • Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft,
  • Vermeidung und Verminderung der Umweltverschmutzung sowie
  • Schutz und Wiederherstellung der Biodiversität und der Ökosysteme.

Der finale Bericht zur EU-Taxonomie wurde im März 2020 von der Technical Expert Group (TEG) veröffentlicht und ist hier abrufbar.

Bis Ende 2020 soll die Taxonomie für das erste und zweite Ziel erstellt werden, sodass diese ab Ende 2021 Anwendung findet. Die Erstellung der Taxonomie für die übrigen Ziele soll bis Ende 2021 andauern, um eine Anwendung ab Ende 2022 zu ermöglichen.

Weiter fordert der „Aktionsplan: Finanzierung nachhaltigen Wachstums“ stärkere Vorschriften in Bezug auf die Offenlegung von Nachhaltigkeitsinformationen. Im Dezember 2019 veröffentlichte die Europäische Union die Verordnung über nachhaltigkeitsbezogene Offenlegungspflichten im Finanzdienstleistungssektor, die bis auf einzelne Sonderregelungen ab dem 10. März 2021 gilt. Betroffen sind durch die Verordnung Finanzberater, wie etwa Versicherungsvermittler, Versicherungsunternehmen und Kreditinstitute, sowie Finanzmarktteilnehmer, wie etwa Wertpapierfirmen, Versicherungsunternehmen und Verwalter alternativer Investmentfonds.

Finanzberater wie auch Finanzmarktteilnehmer sind hiernach verpflichtet, über Nachhaltigkeitsaspekte von Finanzprodukten zu berichten, negative Nachhaltigkeitsauswirkungen zu berücksichtigen und transparent Nachhaltigkeitsrisiken mit einzubeziehen. Bei der Offenlegung der Informationen findet das Prinzip Comply or Explain Anwendung. Danach müssen betroffene Unternehmen u.a. darüber berichten, ob im Zuge der Investitionsentscheidung negative Auswirkungen auf Nachhaltigkeitsfaktoren berücksichtigt wurden (Comply). Falls diese nicht berücksichtigt wurden, muss das Unternehmen eine Begründung dafür nennen (Explain).

Unser Service

Wir unterstützen Sie gerne im Rahmen einer bestehenden oder künftig erforderlichen Offenlegung von Nachhaltigkeitsinformationen. Dabei beraten wir Sie je nach ihren Bedürfnissen u.a. beim Einbezug von Nachhaltigkeitsrisiken sowie der Ausgestaltung und Form der Veröffentlichung der geforderten Nachhaltigkeitsinformationen. Des Weiteren bieten wir Ihnen gerne eine Beratung zu dem Thema Aktionsplan „Finanzierung nachhaltigen Wachstums“, insbesondere der EU-Taxonomie, an.

Unsere Produktblätter sowie Neuigkeiten zu diesem Thema finden Sie nachfolgend in unserem Veröffentlichungsbereich. 

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