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  • Corporate Social Responsibility

Corporate Social Responsibility (CSR)

 

Nichtfinanzielle Berichterstattung

Gesellschaftlich nachhaltigem Handeln kommt eine Schlüsselrolle zu, wenn es gelingen soll, wirtschaftlichen Fortschritt und Umweltschutz im Einklang mit sozialen Werten zu vereinen. Unternehmen tragen hier eine besondere Verantwortung, z.B. mit ressourceneffizienten Produktionsverfahren, mit der Herstellung umweltschonender Produkte, mit technologischen Innovationen oder mit sozialverantwortlichem Handeln. Damit leisten Unternehmen einen entscheidenden Beitrag zu einer gesellschaftlich nachhaltigen Entwicklung. Nachhaltiges unternehmerisches Handeln ist eine Grundvoraussetzung für eine zukunftsfähige Gesellschaft mit sozialen, ökologischen und ökonomischen Zielen.

Im Zuge der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklung der vergangenen 40 Jahre, die mit einer stetig steigenden Sensibilisierung der Öffentlichkeit für die unternehmerische Verantwortung einherging und in Zukunft noch stärker einhergehen wird, werden zunehmend höhere Anforderungen an die Rechenschaftslegung von Unternehmen gestellt. Diese Anforderungen gehen weit über die traditionelle Finanzberichterstattung hinaus, die in der Bereitstellung überwiegend vergangenheitsbezogener finanzieller Informationen besteht und den gesellschaftlichen Anforderungen an eine umfassendere Rechenschaftslegung von Unternehmen nur noch begrenzt entsprechen kann.

Unternehmen, die nachhaltiges unternehmerisches Handeln und die Berichterstattung darüber als ein Instrument der Unternehmensführung einsetzen und die gestiegenen Anforderungen an die Unternehmensberichterstattung als Chance und nicht als reine Erfüllung gesetzlicher Anforderungen an die Unternehmensberichterstattung verstehen, erfahren einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil. Um diesen Wettbewerbsvorteil entstehen zu lassen und zugunsten der Entwicklung des Unternehmens zu nutzen, berichten Unternehmen über ihre Nachhaltigkeitsleistungen und bedienen sich dabei der unterschiedlichsten Formen der Veröffentlichung; wie z.B. Nachhaltigkeitsberichte, Darstellungen zur Nachhaltigkeit auf der Homepage oder im Geschäftsbericht. Damit informieren sie ihre internen und externen Anspruchsgruppen, wie Anteilseigner, Analysten, Kunden, Mitarbeiter, Regierungsorganisationen, Nichtregierungsorganisationen, Lieferanten und die interessierte Öffentlichkeit.

Mit einer nichtfinanziellen Berichterstattung können Unternehmen ihre Wahrnehmung in der Öffentlichkeit als verantwortungsvoll geführte Organisationen erhöhen und so zum Erhalt und zur Stärkung der Reputation der Marke und damit zur Steigerung der Marktkapitalisierung beitragen, im Wettbewerb als der attraktivere Arbeitgeber angesehen werden, dem Erhalt und der Gewinnung von Kundenbeziehungen durch Einbezug in die Lieferkette dienen, Akquisitionsvorteile realisieren und mögliche Benachteiligungen bei Ausschreibungen von öffentlichen Auftraggebern vermeiden u.v.a.m. 

 

Berichterstattung im (Konzern-) Lagebericht

Unabhängig von der freiwilligen Berichterstattung in Form eines umfassenden Nachhaltigkeitsberichts enthalten die nachfolgend genannten Vorschriften des HGB Regelungen zur Berichterstattung mit Nachhaltigkeitsbezug im (Konzern-) Lagebericht; insbesondere zur nichtfinanziellen (Konzern-) Erklärung:

  • Für große Kapital- bzw. Personenhandelsgesellschaften besteht gem. §§ 289 Abs. 3 und 315 Abs. 3 HGB die Verpflichtung, im Rahmen der Lageberichterstattung in der Analyse des Geschäftsverlaufs und der Lage der Gesellschaft bzw. des Konzerns über nichtfinanzielle Leistungsindikatoren, wie Umwelt- und Arbeitnehmerbelange, zu berichten, soweit diese für das Verständnis des Geschäftsverlaufs oder der Lage des Unternehmens bzw. des Konzerns von Bedeutung sind. Darüber hinaus sind nach §§ 289 Abs. 1 Satz 4 und 315 Abs. 1 Satz 4 HGB auch Aspekte der Nachhaltigkeit, die sich wesentlich auf die künftige Entwicklung des Unternehmens bzw. des Konzerns auswirken, mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken zu beurteilen bzw. zu erläutern.
     
  • Des Weiteren haben Unternehmen i.S.v. § 289f Abs. 1 HGB in der (Konzern-) Erklärung zur Unternehmensführung zusätzliche Angaben nach §§ 289f Abs. 2 Nr. 2 und § 315d HGB zu machen, sofern die Unternehmensleitung eine freiwillige Selbstverpflichtung eingegangen ist, die Unternehmensführung an den Zielen einer nachhaltigen Entwicklung auszurichten.
  • Zusätzlich sind nach §§ 289b bis 289e, 315b und 315c HGB bestimmte Unternehmen verpflichtet, in ihrem (Konzern-) Lagebericht eine nichtfinanzielle (Konzern-) Erklärung abzugeben. Dieser Verpflichtung unterliegen große kapitalmarktorientierte Kapitalgesellschaften und große kapitalmarktorientierte haftungsbeschränkte Personenhandelsgesellschaften, große Kreditinstitute und große Versicherungen, mit im Jahresdurchschnitt mehr als 500 Arbeitnehmern. Die analoge Verpflichtung besteht für Mutterunternehmen, die kapitalmarktorientiert sind und im Konzern im Jahresdurchschnitt mehr als 500 Arbeitnehmer beschäftigen. Gegenstand dieser nichtfinanziellen (Konzern-) Erklärung sind Angaben mindestens zu Umwelt-, Sozial- und Arbeitnehmerbelangen, zur Achtung der Menschenrechte und zur Bekämpfung von Korruption und Bestechung. Grundsätzlich sind solche Angaben zu publizieren, die für das Verständnis des Geschäftsverlaufs, des Geschäftsergebnisses, der Lage des Unternehmens sowie für das Verständnis der Auswirkungen der Tätigkeit des Unternehmens auf die oben genannten Aspekte erforderlich sind. Zu diesen Aspekten müssen Unternehmen die verfolgten Konzepte, einschließlich der angewandten Due-Diligence-Prozesse, die Ergebnisse der Konzepte, die wesentlichen Risiken, die mit der eigenen Geschäftstätigkeit bzw. mit den Geschäftsbeziehungen, Produkten und Dienstleistungen des Unternehmens verknüpft sind, wenn diese sehr wahrscheinlich schwerwiegende negative Auswirkungen auf die o.g. Aspekte haben oder haben werden, und die Handhabung dieser Risiken darstellen. Darüber hinaus sind die bedeutsamsten nichtfinanziellen Leistungsindikatoren, die für die Geschäftstätigkeit des Unternehmens von Bedeutung sind, anzugeben bzw. zu beschreiben. Diese Angaben können entweder im (Konzern-) Lagebericht oder in einem gesonderten nichtfinanziellen (Konzern-) Bericht erfolgen, sofern dieser zusammen mit dem (Konzern-) Lagebericht offengelegt wird oder nicht später als 4 Monate nach dem Bilanzstichtag auf der Unternehmenswebsite öffentlich zugänglich gemacht wird und der (Konzern-) Lagebericht darauf verweist.

    Zur entsprechenden Richtlinie des Europäischen Parlaments und des Rates bzw. den Mitteilungen der EU-Kommission siehe:

    Richtlinie 2014/95/EU des Europäischen Parlaments und des Rates

    Leitlinien für die Berichterstattung über nichtfinanzielle Informationen

    Leitlinien für die Berichterstattung über nichtfinanzielle Informationen: Nachtrag zur klimabezogenen Berichterstattung

 

Nachhaltigkeitsbericht

Viele Unternehmen erstellen zusätzlich zu den gesetzlich normierten Vorgaben zur nichtfinanziellen Berichterstattung im (Konzern-) Lagebericht auf freiwilliger Basis einen umfassenden und in sich geschlossenen (Konzern-) Nachhaltigkeitsbericht. In der Praxis der Unternehmensberichterstattung werden überwiegend Rahmenwerke genutzt, die Form, Inhalt und zeitliche Gestaltung dieser Rechenschaftslegung vorgeben. Diverse Organisationen haben in den beiden letzten Jahrzehnten auf internationaler, europäischer und deutscher Ebene solche Rahmenwerke (fort-) entwickelt. Als bedeutsamstes nationales Rahmenwerk zur Standardisierung der Nachhaltigkeitsberichterstattung ist der Deutsche Nachhaltigkeitskodex (DNK) des Rats für Nachhaltige Entwicklung anzusehen. Das weltweit am häufigsten angewandte Rahmenwerk sind die GRI Standards der Global Reporting Initiative. Darüber hinaus findet die Anwendung der Prinzipien des United Nations Global Compact (UNGC) sowie der Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals) der Vereinten Nationen zunehmend Eingang in die Nachhaltigkeitsberichterstattungen.

 

Prüfung

Sowohl der Nachhaltigkeitsbericht als auch die nichtfinanzielle (Konzern-) Erklärung unterliegen keiner gesetzlichen Verpflichtung, diese durch einen Wirtschaftsprüfer prüfen zu lassen. Es ist jedoch in den letzten Jahren zum guten unternehmerischen Brauch geworden, den Nachhaltigkeitsbericht einer externen inhaltlichen Prüfung durch Wirtschaftsprüfer zu unterziehen.

Im Gegensatz zum Nachhaltigkeitsbericht, als einem freiwilligen Instrument der Rechenschaftslegung über ökonomische, ökologische und soziale Aspekte der unternehmerischen Tätigkeit, hat der Gesetzgeber die Verpflichtung zur inhaltlichen Prüfung der nichtfinanziellen (Konzern-) Erklärung bzw. des gesonderten nichtfinanziellen (Konzern-) Berichts nach § 171 Abs. 1 AktG dem Aufsichtsrat auferlegt. Nach § 111 Abs. 2 AktG hat der Gesetzgeber dem Aufsichtsrat jedoch die Wahl eingeräumt, eine externe inhaltliche Prüfung der nichtfinanziellen (Konzern-) Erklärung bzw. des gesonderten nichtfinanziellen (Konzern-) Berichts zu beauftragen. Da Aufsichtsräte oftmals nicht über die personellen und zeitlichen Ressourcen verfügen, um eine solche Prüfung durchzuführen, machen diese zunehmend von dem gesetzlich eingeräumten Wahlrecht Gebrauch und beauftragen Wirtschaftsprüfer mit der externen inhaltlichen Überprüfung der nichtfinanziellen (Konzern-) Erklärung bzw. des gesonderten nichtfinanziellen (Konzern-) Berichts.

Die Vorteile einer freiwilligen Prüfung des Nachhaltigkeitsberichts oder der nichtfinanziellen (Konzern-) Erklärung bzw. des gesonderten nichtfinanziellen (Konzern-) Berichts durch Wirtschaftsprüfer liegen in der Erhöhung der Glaubwürdigkeit dieser Berichterstattung und in der Unterstützung des Reputationserhalts bzw. Reputationsaufbaus des Unternehmens. Weitere Vorteile ergeben sich naturgemäß daraus, dass aus der umfangreichen Prüfungserfahrung von Wirtschaftsprüfern und den Erkenntnissen aus der Prüfungsdurchführung der unternehmensindividuellen nichtfinanziellen Berichterstattung wertvolle Hinweise zur Gestaltung der internen Prozesse, zu Verbesserungspotentialen zum Nachhaltigkeitsmanagement, zur Verankerung von Nachhaltigkeitsaspekten in der Corporate Governance, zur Gestaltung der Berichterstattung u.v.a.m. von den Wirtschaftsprüfern gegeben werden können.

Hinsichtlich der nichtfinanziellen (Konzern-) Erklärung bzw. des gesonderten nichtfinanziellen (Konzern-) Berichts tritt bei einer durchgeführten inhaltlichen Prüfung durch Wirtschaftsprüfer neben der Entlastung des Aufsichtsrats im Hinblick auf die ihm obliegende Pflicht zur inhaltlichen Prüfung auch eine gewisse Sicherung des Aufsichtsrats in seiner Überwachungsfunktion ein.

 

Unser Service

Wir unterstützen Sie gerne im Rahmen einer Aufstellung Ihres Nachhaltigkeitsberichtes oder Ihrer nichtfinanziellen (Konzern-) Erklärung bzw. Ihres gesonderten nichtfinanziellen (Konzern-) Berichts. Diese Leistungen können darin bestehen, Ihr Unternehmen bei der Konzeption der nichtfinanziellen Berichterstattung, bei der Analyse der wesentlichen Nachhaltigkeitsthemen, bei der Auswahl eines für Ihr Unternehmen geeigneten Rahmenwerks, bei der Einrichtung von Systemen der Datenerfassung und des Monitoringverfahrens, bei der Erfassung und Konsolidierung der konzernweit erhobenen Daten und bei der Erstellung der nichtfinanziellen Berichterstattung zu unterstützen.

Alternativ stehen wir Ihnen als Wirtschaftsprüfungsgesellschaft zur Prüfung des Nachhaltigkeitsberichts oder der nichtfinanziellen (Konzern-) Erklärung bzw. des gesonderten nichtfinanziellen (Konzern-) Berichts zur Verfügung. Der in der weit überwiegenden Mehrzahl angewandte Prüfungsstandard ist der ISAE 3000 (Revised) „Assurance Engagements other than Audits or Reviews of Historical Financial Information“, herausgegeben vom International Auditing and Assurance Standards Board. Hiernach können Prüfungen zur Erlangung einer begrenzten oder hinreichenden Sicherheit durchgeführt werden.

 

Unsere Expertise

Unser CSR-Team verfügt über umfangreiche theoretische und praktische Kenntnisse in der Aufstellung und der Prüfung von nichtfinanziellen Unternehmensberichterstattungen. Einzelne Mitglieder sind z.T. in führender Position in den einschlägigen Gremien im Berufsstand der Wirtschaftsprüfer auf internationaler, europäischer und deutscher Ebene vertreten und wirken bei der Weiterentwicklung der nichtfinanziellen Berichterstattung und den diese adressierenden Prüfungsstandards mit. Zum Selbstverständnis dieses Teams gehört es ebenfalls, aktiv zu diesen Themen zu publizieren sowie Vorträge und Seminare zu den verschiedensten Themenstellungen der CSR-Berichterstattung und deren Prüfung zu halten. Neben diesem breit gefächerten theoretischen Wissen verfügt das CSR-Team über umfangreiche praktische Erfahrungen in der Aufstellung und Prüfung von Nachhaltigkeitsberichten sowie von nichtfinanziellen (Konzern-) Erklärungen bzw. gesonderten nichtfinanziellen (Konzern-) Berichten. Diese Kenntnisse und Erfahrungen machen uns zu einem geschätzten Partner der berichtenden Unternehmen, der mit wertvollen Hinweisen und Hilfestellungen zu einer Unterstützung der Rechenschaftslegung resp. der Erhöhung der Glaubwürdigkeit dieser beiträgt.

Die Ergebnisse unserer Studie zur Nachhaltigkeitsberichterstattung 2018 der 160 DAX-Unternehmen „NACHHALTIG GUT BERICHTEN! Verdrängt die CSR-Berichtspflicht die bisherige Nachhaltigkeitsberichterstattung?“, die wir in Zusammenarbeit mit der Kirchhoff Consult AG durchgeführt haben, finden Sie hier.